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Der ehemalige Kulttrainer von Manchester United hat in einer Zeitschrift die acht Säulen seines Erfolgs benannt - ein Fingerzeig für seinen umstrittenen Nachfolger David Moyes?

Manchester. Sir Alex Ferguson hat in einem Gastbeitrag in einer Wirtschaftszeitschrift die acht Säulen seines Erfolgs benannt. Der langjährige Erfolgstrainer von Manchester United, der erst in diesem Sommer durch David Moyes ersetzt wurde, setzt dabei auf starke Grundsätze, ohne jedoch Angst vor Veränderungen zu haben.

In der Oktober-Ausgabe der Harvard Business Review schildert der 71-Jährige, mit welchen Grundsätzen er in seinen 26 Jahren bei den Red Devils insgesamt 38 Titel gewinnen konnte.

Dabei setzte der Schotte zunächst auf einen starken Unterbau: "Vom Moment an, als ich zu Manchester United kam, dachte ich nur daran, einen Fußballklub aufzubauen. Und dabei wollte ich ganz unten anfangen." Zudem dürften die Spieler nie stärker sein als der Trainer. "Wenn der Tag gekommen wäre, an dem der Trainer von Manchester United von den Spieler kontrolliert wird", so Ferguson, "dann wäre Manchester United nicht das Manchester United geworden, das wir heute kennen." Er hätte von seinen Spielern stets viel erwartet - und von den Stars besonders viel.

Im Umgang mit den Spielern müsse man allerdings auch die Umstände beachten: "Man spielt je nach Zeitpunkt eine unterschiedliche Rolle. Manchmal muss man ein Arzt, manchmal ein Lehrer und manchmal ein Vater sein." Zudem müsse man immer alles im Auge behalten: "Manchmal konnte ich erkennen, dass ein Spieler verletzt war, obwohl er selbst davon überzeugt war, dass er fit ist."

Veränderungen sind notwendig

Ein Coach dürfe darüber hinaus keine Angst vor Veränderungen haben - sowohl in Sachen Kader als auch in der eigenen Arbeitsweise. "Ich glaube, dass ein erfolgreiches Team vielleicht vier Jahre zusammenspielen kann, bevor Änderungen notwendig sind." Durch seine lange Zeit in Manchester sei es ihm deshalb möglich gewesen, drei oder vier Jahre vorauszuplanen und seine Entscheidungen dementsprechend zu treffen.

Dabei müsse man aber auch anerkennen, dass sich der Fußball verändert. "Als ich anfing, gab es noch keine Berater", erinnert er sich. "Die Spieler leben heute in einem geschützteren Umfeld, deshalb sind sie aber auch fragiler als noch vor 25 Jahren." Über allem müsse dann aber der Wille zum Sieg stehen. "Meine Teams hatten immer ein starkes Durchhaltevermögen - sie gaben niemals auf."

United ist unter David Moyes stotternd in die neue Saison gestartet. Nach drei Spielen liegt der Klub mit vier Punkten auf Platz sieben.

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