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Die Katalanen wollen unbedingt ihre Verteidigung verstärken. Um Chelseas David Luiz zu verpflichten, müssen sie ihr Angebot jedoch deutlich erhöhen.

EXKLUSIV
Von Duncan Castles

London. Der FC Barcelona ist vom FC Chelsea aufgefordert worden, sein Eröffnungsangebot von 25 Millionen Euro für David Luiz auf 50 Millionen zu verdoppeln, wenn sie den brasilianischen Nationalspieler diesen Sommer verpflichten wollen.

Eine solche Summe für einen Verteidiger würde einen neuen Rekord darstellen. Die 46 Millionen Euro, die Manchester United für Rio Ferdinand bezahlte, würden damit überboten.

Die Blaugrana wollte zuerst einen neuen Versuch bei Thiago Silva starten, wurde von PSG jedoch zurückgewiesen. Das darauf folgende Angebot für Luiz – 20 Millionen sofort und weitere fünf, abhängig von der Leistung des Spielers - war weniger als der ursprüngliche Preis, den Chelsea für den 26-Jährigen im Januar 2011 an Benfica bezahlt hatte und wurde schnell abgelehnt.

"Wenn sie einen Innenverteidiger brauchen, ist mein Rat, sich an den zweiten Namen auf ihrer Liste zu wenden. Sie verschwenden ihre Zeit", ließ Mourinho verlauten, als das Angebot öffentlich wurde. Während Barcelona zwar bereit sein soll, die Summe auf 25 Millionen plus Bonuszahlungen zu erhöhen, wird Chelsea den Spieler nicht zu einem solchen Preis verkaufen.

Die Katalanen ziehen derweil zwei andere Verteidiger aus der Premier League als Alternative in Betracht. Eine Anfrage für Tottenhams Jan Vertonghen ist gestellt worden, auch für Liverpools Daniel Agger wurde ein Angebot abgegeben. Keiner dieser Schritte ist mit Begeisterung aufgenommen worden.

Die Spurs erwarten, dass sie Gareth Bale an Real Madrid verlieren werden und haben daher kein Interesse einen Verteidiger zu verkaufen, der in seiner ersten Saison in England die Erwartungen übertroffen hat. Vertonghen hat in 48 Spielen sieben Tore erzielt und wurde außerdem ins "Team of the Year" der Premier League gewählt.

Vertonghen ist sich Barcelonas Interesse bewusst und hat, einem Freund zufolge, auch die Ambition, einmal im Camp Nou zu spielen. Trotzdem hat er sein erstes Jahr bei Tottenham genossen und es ist unwahrscheinlich, dass er so auf einen Transfer drängen würde, wie Gareth Bale es tut.

Auch das 6-Millionen-Euro-Angebot für Daniel Agger wurde von Liverpool abgelehnt. Der Spieler war bereits vor einem Jahr kurz vor einem Wechsel zu Manchester City gewesen - für ein Vielfaches der von Barcelona gebotenen Summe.

"Wir sind uns bewusst, dass Barcelona ein Angebot für Daniel gemacht hat, welches Liverpool abgelehnt hat", verkündete Per Steffensen, der Berater des Dänen. "Daniel hat mit Liverpool einen Vertrag für die nächsten drei Jahre. Es ist die Angelegenheit der Klubs, eine Transfersumme zu vereinbaren, um das zu ändern."

Die problematische Finanzsituation Barcelonas wurde durch die hohe Summe die man bereit war zu bezahlen, um Neymar von Real Madrid fernzuhalten, noch weiter belastet. Sollte es zu keiner Einigung mit einem der drei Premier-League-Verteidiger kommen, könnte sich Barcelona an den französischen Nationalspieler Mamadou Sakho wenden, welcher bei Paris Saint-Germain nur noch Reservist ist.

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