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Der Liverpool-Trainer zeigte sich ob der Härte der Strafe enttäuscht, versprach aber, seinen Schützling in der nun schwierigen Phase zu unterstützen.

Liverpool. Am Donnerstag äußerte sich Brendan Rodgers, Trainer des FC Liverpool, auf einer Pressekonferenz erstmals zur zehn-Spiele-Sperre von Luis Suarez. Dabei war er vor allem ob des Ausmaßes der Sperre empört.

Suarez, der Wiederholungstäter

"Es ist die Härte der Strafe, die am meisten schmerzt. Davon sind wir schwer enttäuscht", klagte der Trainer. Suarez hatte am vergangenen Wochenende Gegenspieler Branislav Ivanovic in den Arm gebissen, die Aktion blieb vom Schiedsrichter unbemerkt. Am Mittwoch folgte das Urteil  von einer unabhängigen Kommission.

Rodgers witterte dabei einen persönlichen Angriff auf seinen Star-Stürmer: "Schauen Sie auf die Strafe, die Luis für den Vorfall auferlegt bekam, ich habe das Gefühl, dass sich die Strafe eher gegen seine Person, denn gegen die Strafe richtet. Das ist mein grundlegendes Gefühl."

Der Mann aus Uruguay war bereits in der Vergangenheit negativ aufgefallen, handelte sich schon mehrere Sperren ein. So wurde er in England bereits wegen rassistischer Beleidigungen für acht Spiele gesperrt. Zu seiner Zeit in den Niederlanden erhielt er, ebenfalls für einen Biss, eine sieben-Spiele-Sperre.

Rodgers verspricht Unterstützung

"Viele Leute haben ihn in den vergangenen Tagen zum Müll geschmissen, das werde ich ganz sicher nicht machen", versprach der Trainer. Im Gegenteil, er wolle sich sogar um sein Problemkind kümmern: "Der Spieler benötigt ein bisschen Hilfe, die er von uns als Fußball-Verein, von den Fans und von der Stadt erhalten wird. Das ist etwas, das ich von jedem Fußball-Verein und jedem Unternehmen erwarte."

In diesem Sinne legte er auch noch einmal gegen die Kommission nach: "Die Strafe zielt überhaupt nicht auf die Rehabilitation des Spielers ab."

Liverpool selbst hatte den Spieler nach dem Vorfall umgehend zu einer Geldstrafe verurteilt, die Höhe der Summe ist allerdings nicht bekannt.

Deutlich mildere Strafen in der Vergangenheit

Bei ähnlichen Vorfällen in der Vergangenheit war Jermain Defoe von den Tottenham Hotspur 2006 mit einer Gelben Karte bestraft worden und Sean Hessey von Chester City wurde nach einem Biss gegen Liam Dickinson (Stockport County) lediglich mit einer Sperre von fünf Spielen belegt. Rodgers kann diese Ungleichbehandlung nicht verstehen. "Ein Spieler bekommt eine Fünf-Spiele-Sperre, ein anderer wurde nicht vom Platz gestellt, hat 18 Tore in der Saison gemacht, davon 17 nach dem Vorfall und spielte für England", sagte der Trainer.

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