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Die „Red Devils“ haben es nach dem vorzeitigen Gewinn der Meisterschaft ordentlich Krachen lassen. Besonders die lebende Trainerlegende Ferguson wurde mit Lobeshymnen überhäuft.

Manchester. Manchester United hat zum 20. Mal den Titel in der Premier League gewonnen. Nach dem 3:0 gegen Aston Villa ist Stadtrivale Manchester City wieder vom Thron verdrängt. Trainer Sir Alex Ferguson feiert sein Team - und das feiert wiederum seinen Meistertrainer. Roberto Mancini bekommt auch sein Fett weg.

„Gewinnen wird niemals langweilig“

„Ich merke, dass ich hier von Champions umgeben bin“, hatte Manchester Uniteds Stürmer Robin van Persie dem vereinseigenen Sender MUTV im Januar gesagt. „Das ist ein ganz besonderes Team.“ Am Montagabend konnte sich der Holländer, vor der Saison vom FC Arsenal gekommen, selbst auch endlich Champion nennen. Sein Hattrick gegen Aston Villa schraubte den Vorsprung auf Manchester City auf 16 Punkte hoch, bei nur noch fünf verbleibenden Spielen ist der Titel wieder in den Händen der Roten.

Dementsprechend floss danach der Champagner. „Gewinnen wird niemals langweilig“, jubelte der 34-jährige Rio Ferdinand nach dem Spiel und bescheinigte per Twitter, dass die Feier danach „das Dach abgedeckt“ habe.

„Es sind diese Pillen“

Auch Trainer Sir Alex Ferguson hielt gut mit, trotz seiner mittlerweile 71 Jahre. Für ihn aber kein Problem. „Schaut mich an, das hat mich heute zehn Jahre jünger gemacht“, sagte der Meistertrainer - und brachte scherzhaft einen weiteren Grund ins Spiel: „Es sind diese Pillen. Die sind einfach super.“



Unglaubliche 13 Meistertitel hat Ferguson nun schon mit United gewonnen. „Ich glaube, dass wir uns das verdient haben“, erklärte er am Mikrofon von Sky Sports: „Unsere Konstanz hat uns den Titel gebracht.“ 84 Punkte aus 34 Spielen haben sogar den Punkterekord des FC Chelsea in Reichweite gebracht: Sollte man auch die letzten vier Saisonspiele gewinnen, fällt die Bestmarke von 95 Punkten aus der Saison 2004/2005.

Einige Kritiker sehen in der aktuellen Mannschaft dennoch kein Team, das früheren Titelträgern Uniteds das Wasser reichen könnte. Für Ferguson ein Unding: „Nostalgie spielt den Leuten einen Streich. Man sagt so oft: ,Als ich noch ein kleiner Junge war, da war alles anders.' Aber das ist nichts als Nostalgie.“ Die nackten Zahlen sprächen für sich. „Wir haben 84 Punkte aus 34 Spielen. Das haben wir noch nie geschafft.“

Lob für van Persie

Dementsprechend sparte er nicht mit Lob für sein Team und hob den dreifachen Torschützen van Persie besonders hervor. „Ich weiß noch, dass Arsene Wenger zu mir sagte: ,Er ist noch besser, als du denkst.' Ich wusste, dass er sich gut ins Team integrieren würde.“

Mit nun 24 Toren hat sich der 29-Jährige in der Torjägerliste wieder auf Platz eins geschoben. „Er war unglaublich“, staunte Ferguson, der das zweite Tor des Abends, einen herrlichen Volleyschuss aus 17 Metern, in das Pantheon der besten Tore der Vereinsgeschichte einreihte.

„Erfolgshunger unseres Trainers ist einzigartig“

Mit der Art und Weise, wie der Titel in der letzten Saison verloren gegangen war - City sicherte sich den Triumph in letzter Sekunde - habe man lange kämpfen müssen, gab Wayne Rooney bei Sky Sports zu. „Aber wir haben uns reingehängt und zusammengearbeitet“, betonte er.



Das Geheimnis des Erfolgs? „Der Trainer hat einen immensen Hunger und eine Gewinnermentalität“, schwärmte Rooney. Ryan Giggs, der nun ebenfalls bei 13 Meistertiteln steht, pflichtete seinem Teamkollegen bei: „Der Erfolgshunger unseres Trainers ist einzigartig. Er ist jeden Tag als Erster auf dem Trainingsgelände, und dieser Enthusiasmus greift auf den ganzen Klub über. Er ist der Klub.“ Giggs, mittlerweile 39, hatte im März einen neuen Einjahresvertrag unterschrieben. „Ich kann mich glücklich schätzen, so lange unter ihm gespielt zu haben.“

Ein Unterschied zwischen United und City

Eine kleine Spitze gegen den entthronten Erzfeind City konnte sich Ferguson im Moment des Triumphs nicht verkneifen. Deren Trainer Roberto Mancini hatte einen Qualitätsunterschied der beiden Teams bestritten. Ferguson dazu: „Ich habe seine Aussage gelesen, und in einer Sache hat er Recht. In unseren Duellen gab es keinen Unterschied, aber in den übrigen Partien sah das schon anders aus.“ Einen gravierenden Unterschied gebe es nämlich. „Wir sind sehr viel besser als Manchester City, wenn es darum geht, andere Teams zu schlagen“, so Ferguson genüsslich.

Eine Antwort von Mancini lässt bisher auf sich warten. Nur eine Reaktion gab es bisher: Per Twitter gratulierte Manchester City artig zum Titelgewinn.

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