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Rafa Benitez klärt auf, wer die Verantwortung dafür trägt, dass dem Trainer das Leben bei den „Blues“ von Anfang an schwer gemacht wurde.

London. Trainer Rafael Benitez hat in seiner Zeit beim FC Chelsea bisher wenig Gegenliebe erfahren. Der Spanier ist unter den Fans der „Blues“ aber nicht wegen seiner Ergebnisse mit dem Klub unbeliebt, sondern wegen einer Aussage, die er eigenen Angaben zufolge gar nicht getätigt hat.

Aussage gegen Chelsea frei erfunden

„Niemals, aus Respekt für meinen ehemaligen Klub Liverpool“, soll Rafael Benitez vor sechs Jahren auf die Frage geantwortet haben, ob er den FC Chelsea trainieren würde. Eine Aussage, die dem Ex-Liverpool-Coach vom ersten Tag an einen schweren Stand bei den Chelsea-Fans gab. Wie Benitez nun im Mirror erklärte, habe er diese Antwort allerdings nie gegeben, ein tschechischer Teenager erfand das Zitat in seinem Blog.

„In der Vergangenheit konntest du drei Leute haben, die mit deiner Aufstellung und deinen Einwechslungen oder irgendetwas nicht zufrieden waren und niemand bekam es mit“, so Benitez. „Heute hast du eine Person in Tschechien, die ein Zitat erfindet und sagt 'Rafa hat das gesagt' und es wird immer weiter wiederholt. Es wird 'die Wahrheit' obwohl es nicht wahr ist – und das war es nicht!“

Im Schatten der Alternativen

Nicht nur durch die angebliche Aussage vor vielen Jahren, auch durch die Vorstellung als Interimstrainer ist Benitez nie richtig beim FC Chelsea angekommen. Die Verantwortlichen wollten sich nicht auf den 52-Jährigen als Nachfolger von Roberto di Matteo festlegen, weil sie sich eine Verpflichtung von Pep Guardiola im Sommer erhofften. Nach dessen Unterschrift beim FC Bayern München gilt Ex-Trainer Jose Mourinho, der aktuell bei Real Madrid angestellt ist, als Wunschkandidat. Der erfolgreiche Portugiese ist vor allem bei den Anhängern des Vereins beliebt. 

Chelsea noch mit allen Chancen

Benitez ließ die Unsicherheiten und die zwischenzeitlichen Anfeindungen der Fans jedoch über sich ergehen und führte die Blues zu einer Saison, die am Ende alle Möglichkeiten offen hält. In der Liga auf Platz drei haben die Londoner in der Europa League und im FA Cup noch die Chance auf den Titel. Für den Trainer die Möglichkeit, in die Vereinsgeschichte einzugehen, obwohl er weiß, dass es schwieriger ist, „wenn du für sechs oder sieben Monate da bist, als wenn du mit einem Dreijahresvertrag anfängst“.

Dennoch schaut er zufrieden auf seine bisherige Arbeit beim Champions-League-Sieger von 2012 zurück. „Ich glaube, wir haben einen großartigen Job gemacht. Warum? Weil wir eine bessere Balance im Team und viele junge Spieler haben, die in der aktuellen Übergangsphase lernen und Fortschritte machen“, so Benitez.

Benitez will positiv in Erinnerung bleiben

Vor seinen letzten beiden Monaten als Trainer an der Stamford Bridge wünscht er sich einen runden Abschluss für seine Zeit beim FC Chelsea. Benitez will vor allem den Fans in positiver Erinnerung bleiben.

„Er war professionell, hat hart gearbeitet, war integer und hat Bildung und Respekt vermittelt“, soll man später über ihn denken, so der Spanier: „Wenn wir dem eine gute Position in der Premier League und zwei Trophäen hinzufügen können, wäre das noch besser. Du musst gewinnen, dann kannst du diese Dinge bestätigen.“

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