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Thomas Hitzlsperger zeigt Verständnis für den wachsenden Unmut wegen der im Fußball gezahlten Millionen. Trotzdem kämen viele Profis nach der Karriere nicht zurecht.

Liverpool. Thomas Hitzlsperger hat im Interview mit der Zeit über im Fußball gezahlten Gehälter gesprochen. Beleidigungen und Verunglimpfungen wie zuletzt im Fall Timo Hildebrand seien Folge der finanziellen Kluft zwischen hochbezahlten Spielern und der durchschnittlichen Bevölkerung, so der Profi des FC Everton.

„Viele Leute wenden sich ab“

„Timo Hildebrand wurde auf Facebook gerade zum Selbstmord aufgefordert. Die hohen Gehälter im Fußball sind für viele Menschen einfach nicht verständlich und werden als ungerecht empfunden. Viele Leute wenden sich ab“, sagte Hitzlsperger der Wochenzeitung.

„Wenn wir ehrlich sind, sind die Gehälter der meisten Spieler ohnehin bekannt, zwar nicht bis auf den letzten Cent, aber so genau, dass die Fans wissen, was Sache ist“, erklärte der frühere Stuttgarter zu den heute gezahlten Summen im Fußball.

Spieler müssen an Zeit nach der Karriere denken

Auch über das, was nach der aktiven Laufbahn kommt, machte sich Hitzlsperger Gedanken: „Wir Spieler sind gut beraten, für die Zeit nach der Karriere oder Verletzungsphasen vorzusorgen. Wir haben ja nur zehn bis fünfzehn Jahre für unsere Karriere, wenn es gut geht.“

„Trotz der hohen Gehälter gibt es aber immer wieder Spieler, die ein paar Jahre nach ihrer Laufbahn nichts mehr haben“ schrieb der 52-fache deutsche Nationalspieler in der Kolumne „Alles außer Fußball“, in der der 30-Jährige im Wechsel mit Rene Adler und Arne Friedrich regelmäßig das Wort ergreift.

„Nicht alle kommen damit zurecht“

Hitzlsperger nannte Gründe wie „Unvernunft“ und „schlechte Finanzberatung“ für die Schieflage, in die einige Ex-Profis nach ihrer Karriere geraten. „Nicht alle kommen zudem mit dem Bedeutungsverlust zurecht, wenn man nicht mehr im Rampenlicht steht und seine Gruppe verlässt.“

Auf die Frage, ob man in der Premier League, wo er derzeit beim FC Everton unter Vertrag steht, mehr verdiene als in anderen Ländern, sagte Hitzlsperger: „Nein, das würde ich nicht sagen. Gute Fußballer verdienen in Top-Ligen überall viel Geld.“

EURE MEINUNG: Könnt Ihr nachvollziehen, dass viele Fußballer nach ihrer Karriere in finanzielle Schieflage geraten?

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