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Auch wenn ein Wechsel nach dem aktuellen Stand der Dinge für ihn unwahrscheinlich ist, verpasst Sir Alex Ferguson keine Chance Ronaldo zu loben. Dieser könnte darauf anspringen.

Von Greg Stobart

Am vergangenen Wochenende zeigte sich Sir Alex Ferguson reumütig, Cristiano Ronaldo nicht zurück zu Manchester United geholt zu haben, aber das hält den Schotten nicht davon ab weiterhin davon auszugehen, dass er sich in der Pole Position befinde, sollte Ronaldo Real Madrid in diesem Sommer verlassen.

Wegen Ronaldos Verbundenheit zu United wäre es durchaus vorstellbar, dass die Tabellenführer der Premier League den 28-Jährigen zu einer Rückkehr ins Old Trafford bewegen könnten. Heute Abend treffen sie im Rückspiel des Achtelfinales der diesjährigen Champions League aufeinander.

Aller Voraussicht nach liegt Ferguson mit seiner Einschätzung aber richtig, dass United als Verhandlungsargument von Ronaldos Beratern benutzt wird und sagt, es wäre eine „falsche Hoffnung“ den Portugiesen zurück im Old Trafford zu erwarten.

„Es gibt nichts, was mich vermuten lassen könnte, dass Cristiano hierhin zurückkommt“, so Ferguson, der ergänzt: „Ronaldos Vertrag läuft noch zwei Jahre und es scheint für mich so, als wäre das alles Teil der Verhandlungen über einen neuen Deal.“

Ferguson weiter: „Vielleicht spielt sein Berater dieses Spiel. Ich denke es wäre eine falsche Hoffnung. Cristiano wird einen guten Empfang bekommen. Alle unsere früheren Spieler, vor allem die die großartiges für den Club geleistet haben, werden gut empfangen, wenn sie zurückkehren.“

Ronaldo würde Manchester United wahrscheinlich eine Ablöse um die 116 Millionen Euro kosten zuzüglich eines Gehalts von knapp 465.000 Euro pro Woche – eine Menge Geld für einen Club mit rund 350 Millionen Euro. Manchester müsste sehr wahrscheinlich einen Schlüsselspieler verkaufen, um sich Ronaldo leisten zu können.

Nani steht im Sommer für eine Ablöse von knapp 17,4 Millionen Euro vor dem Absprung, sein Vertrag läuft noch ein Jahr. Wayne Rooney könnte dagegen der Schlüssel sein. Der Vertrag des Stürmers endet 2015 und inmitten des Interesses von Paris Saint-Germain ist er Uniteds wertvollstes Gut.

Ob Rooney überhaupt interessiert an einem Wechsel nach Paris ist bleibt fraglich, aber bei United hat er seit der Ankunft von Robin van Persie an Bedeutung verloren. Eine Gehaltserhöhung wird es im Falle einer Vertragsverlängerung bei seinen aktuellen 290.000 Euro pro Woche wohl auch nicht geben.

Trotz seines Egos besitzt Ronaldo einen sensiblen und sentimentalen Charakter. Er sprach unlängst über seine Emotionen bei der Rückkehr ins Old Trafford und nutzt seine Zeit in Manchester um Freunde zu treffen und sein altes Zuhause in Alderley Edge zu besuchen.

Bei seiner ersten Rückkehr ins Old Trafford wird er von den Rängen einen Heldenempfang bekommen und sollte er sich bei Real Madrid, wie vermutet, ungewürdigt fühlen, teilte Uniteds Patrice Evra mit, würde man ihn mit „Liebe killen“, um ihn im Rückspiel aus dem Spiel zu nehmen und sentimental werden zu lassen.

Ronaldo, der 185 Tore in 184 Einsätzen schoss, wird die Chance wahrnehmen zurück zu Manchester zu kehren, sollte er sich entschließen Real zu verlassen. Auch wenn die finanziellen Umstände den Deal schwierig gestalten würden, Englands Spitzenreiter würde alles unternehmen, um es geschehen zu lassen.

Es besteht kein Zweifel, dass United im Moment sowohl in Ronaldos Kopf, als auch in seinem Herzen steckt. Nach dem Hinspiel im vergangenen Monat blieb er fast eine halbe Stunde nach Abpfiff noch in der United-Kabine um sich mit alten Teamkollegen auszutauschen. Er steht noch immer in Kontakt mit vielen United-Spielern, hauptsächlich via SMS, während er seine Beziehung zu Sir Alex Ferguson als Vater-Sohn-Beziehung bezeichnet. Ferguson verpflichtete ihn 2003 von Sporting Lissabon.

Als Real Madrid am Sonntag in Manchester landete empfingen ihn viele United-Fans, baten ihn um Autogramme und hielten Plakate hoch auf denen sie seine Rückkehr wünschten. Zyniker könnten behaupten, dass Ferguson Psychospielchen spielt, weil er weiß, dass Ronaldo ein Typ ist der unter Druck aufblüht, zum Beispiel als er gegen Barcelona zuletzt zweimal im Copa Del Rey traf.

Aber Ferguson kennt Ronaldo besser als die meisten. Selbst wenn der Portugiese seine Zukunft in Madrid sieht und einen neuen Vertrag unterzeichnet, wird die charmante Offensive fortgesetzt und die verbreitete Meinung wird bestehen bleiben, dass Manchester sein spirituelles Zuhause ist.

In der Vergangenheit hat United bewiesen, dass unmögliche Deals möglich gemacht werden können – nicht zuletzt als Rooney um 180 Grad gedreht wurde und er 2010 doch verlängerte, oder beim Sieg über Manchester City im Kampf um Robin van Persie.

Eine Ronaldo-Rückkehr zu United scheint im Moment eher unwahrscheinlich zu sein, aber es wäre sicherlich eine Traumverpflichtung für Fergsuon und – vielleicht auch für den Spieler selbst.

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