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Ex-Spieler Sol Campbell fordert Veränderung der Transferpolitik von Arsenals Arsene Wenger

Ex-Spieler Sol Campbell fordert Veränderung der Transferpolitik von Arsenals Arsene Wenger

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Der Ex-Gunners-Verteidiger fordert ein Umdenken in der Transferpolitik. Als Vorbild nennt er Sir Alex Ferguson, der hohes Risiko gegangen ist, doch der Erfolg spricht für ihn.

London. Vor der Partie am Sonntag gegen Tottenham Hotspur hat der frühere Abwehrspieler des FC Arsenal Sol Campbell die Transferpolitik von Arsene Wenger kritisiert. Der Franzose, der seit 1996 Trainer bei den Londonern ist, müsse sein Verhalten auf dem Transfermarkt verändern, um eine Vormachtsstellung in Europa zurückzuerobern.

Wieder eine titellose Saison

Auch im achten Jahr in Folge dürfte Arsenal am Saisonende ohne Titel dastehen.  In der Premier League haben die „Gunners“ einen 24-Punkte-Rückstand auf Tabellenführer Manchester United – selbst die Champions-League-Qualifikation ist gefährdet. Sowohl im FA Cup als auch im Capital One Cup verloren die Londoner gegen vermeintlich schwächere Gegner (Blackburn Rovers und Bradford City).

Nach der 1:3-Heimniederlage im Achtelfinale der Königsklasse gegen den FC Bayern München ist in der Champions League schon beinahe ein Wunder nötig.



Umdenken in der Transferpoltik

Im Sommer verkaufte Wenger Schlüsselspieler Robin van Persie für umgerechnet 29 Millionen Euro an Ligakonkurrenten Manchester United. Campbell fordert ähnliche mutige und risikohafte Schritte vom Arsenal-Coach auf dem Transfermarkt.

„Man muss Wenger für das, was erreicht hat, Anerkennung zollen. Es wurde übersehen, dass sie es in den Pokalwettbewerben zwar nicht gut gemacht haben, doch in der Liga spielen sie recht konstant“, sagte Campbell dem Mirror: „Vielleicht sollte es einen Wechsel in der Transferstrategie geben. Man sollte von Fall zu Fall entscheiden. Ich denke, dass die Fans das verdienen.“

Ein Vorbild hat der Ex-Verteidiger auch schon ausgemacht: „Sir Alex Ferguson hat gesehen, was United gewinnen kann, wenn man van Persie verpflichtet. Er wusste: Wenn es ihnen gelingt, würde dies die hohe Ablöse rechtfertigen.“

Derby als Bewährungsprobe

Am Sonntag trifft Arsenal auf die Tottenham Hotspur zum Nord-London-Derby. Der ehemalige Innenverteidiger warnt die noch unerfahrenen Spieler vor dieser Partie. „Es wird ein Test für Arsenal bei Tottenham, keine Frage. Spieler wie Lukas Podolski und Santi Cazorla, die zum ersten Mal in Tottenham spielen, müssen für die ersten 20 Minuten bereit sein, die sehr hart sein können.“

„Man muss sich darauf einstellen, dass man mit einem oder zwei Toren im Rückstand geraten kann. Du musst deine Hausaufgaben machen“, so der 38-Jährige.

Auge auf Bale

Besonders zwei Spieler müssen die „Gunners“ aus dem Spiel nehmen: „Gareth Bale ist in einer herausragenden Verfassung und Arsenal muss deswegen auf der Hut sein. Sie müssen bereit sein, ihn so abschirmen, dass er keinen Schaden anrichten kann. Und auf dem anderen Flügel ist Aaron Lennon auch sehr gefährlich.“

Auf für die Hausherren hat er einen Rat: „Tottenham muss konzentriert und ebenso wie Arsenal hellwach sein. Ich habe das Gefühl, dass das Spiel schon in den letzten 20 Minuten entschieden werden könnte. Es ist wichtig, dass beide Teams ein hohes Maß an Konzentration aufrechterhalten.“

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