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Russlands Nationaltrainer Fabio Capello hat bei einem Besuch in England offen mit einem Wechsel in die Premier League geliebäugelt. In Russland hat er diverse Probleme.

Cambridge. Englands ehemaliger Nationaltrainer Fabio Capello hat öffentlich bekanntgegeben, nach England zurückkehren zu wollen. Er vermisse die vollen Stadien und habe diverse Schwierigkeiten sprachlicher und geographischer Art in Russland, wo er derzeit die Nationalmannschaft betreut.

„Die Premier League ist absolut faszinierend“

In einer Fragerunde in der „Cambridge Union Society“ brachte er sich als Trainer für englische Vereine ins Gespräch: „Die Premier League ist absolut faszinierend. Ich bin verfügbar und wäre geehrt, mit Jobs in dieser Liga in Verbindung gebracht zu werden.“ Eine interessante Aussage für Vereine wie den FC Chelsea, der in dieser Saison mit Champions-League-Aus und 16 Punkten Rückstand auf Platz eins hinter den Erwartungen zurückbleibt.

Stadien in Russland halbleer

Vor allem vermisse Capello die Atmosphäre und die Presse. „Meine Frau und ich haben die Zeit im Vereinigten Königreich genossen. Was ich am meisten am Fußball in England vermisse sind die vollen Stadien. In Russland sind sie oft halbleer.“ Für ein Engagement in der Premier League fühlt er sich gerüstet: „Ich bin die Medien aus Italien und Spanien gewöhnt und bin mir sicher, dass ich mit der Presse in England umgehen kann.“



Weitere Gründe, die ihn an einen Wechsel denken lassen, sind die Sprache und die immense Größe Russlands: „Im Training ist es kein Problem, aber es ist schwierig, den Spielern meine Emotionen und Motivation in Teambesprechungen zu vermitteln. Ich muss mich auf meinen Dolmetscher verlassen.“

Um seine Spieler im Stadion zu sehen, muss er oft große Distanzen zurücklegen: „Viele der Mannschaften mit diesen großen finanziellen Sponsoren liegen an den Grenzen Russlands, daher muss ich viel reisen.“

Kleiner Prozentsatz russischer Spieler

Hinzu kommt, dass die russische Liga von Spielern anderer Nationen geprägt ist: „Ich habe mich damals beschwert, dass nur etwa 38 Prozent der Spieler in der Premier League Engländer sind, doch die Situation ist in Russland noch schlimmer.“

Auch zu Englands WM-Aus 2010 gegen Deutschland äußerte sich Capello: „Ich war nicht zufrieden mit den Ergebnissen in Südafrika. Die Spieler kamen zum Turnier, waren aber nicht auf ihrem höchsten Leistungsniveau. Sie waren nicht frisch und bereit.“

Mit Russland hat Capello alle bisherigen Qualifikationsspiele für die Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien gewonnen und fünf Punkte Vorsprung auf Israel.

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