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Der ehemalige ManUnited-Kapitän lässt kein gutes Haar an Spielerberatern im Fußball: Sie würden Vertragsabschlüsse erzwingen und Verantwortliche zum eigenen Vorteil beeinflussen.

London. Gary Neville sieht in Spielerberatern eine Bedrohung für den Fußball. Der ehemalige Kapitän von Manchester United sorgt sich um den steigenden Einfluss von Beratern auf Spieler, Trainer und Manager.

Berater beeinflussen alle

In seiner Kolumne in der „Daily Mail“ kritisiert Neville das aktuelle System, in dem „Berater Spieler, Besitzer und Vorstände beeinflussen. Manchmal sind sie reicher und einflussreicher als jene, die sie beraten. Und nicht viele Journalisten schreiben über die Aktivitäten von Beratern, da sie auch die Geschichten anbieten, die Umsatz, Webseiten-Aufrufe und Twitter-Follower bringen. So beeinflussen sie am Ende auch die Medien.“

Spieler in den Händen von Beratern

Der ehemalige Nationalspieler sieht den enormen Einfluss auf die Profis sehr kritisch. So schreibt er in seiner Kolumne: „Es sorgt mich, wenn ich sehe, dass Spieler alle Angelegenheiten in ihrem Leben an einen Berater abgeben, vom Mieten eines Hauses, Kaufen eines Fernsehen bis zum Diskutieren mit dem Trainer, warum man versetzt wurde. Was erwartet man vom Erwachsenwerden, ohne dabei Fehler zu machen und mit diesen Angelegenheit selbst umzugehen?“
Dieses Problem fängt laut Neville bereits in den Jugendmannschaften an. „Es bereitet mir Sorgen, dass es Berater gibt, die bei Jugendspielen herumhängen, den Eltern Angebote unterbreiten und den Jungs versprechen, sich um sie zu kümmern.“

Transparenz nötig

Schlussendlich sieht der Ex-Profi auch ein Transparenzproblem im Fußball: „Wo es nicht klar ist, für wen der Berater arbeitet: für den Klub, den Spieler oder den Trainer? Es beunruhigt mich, wer für was bezahlt, und wo das alles endet, ist nicht klar, vor allem bei globalen Transaktionen.“

„Meine Sorge ist, dass ähnlich wie der Bankensektor durch wenig Regulierung in den letzten 20 Jahren eine nicht zu rechtfertigende Kultur entwickelte, der Fußball denselben Weg geht. Ich habe keine Lösung für das Problem, aber es muss diskutiert werden“, schreibt Neville zusammenfassend.

„Es müssen Schritte unternommen werden, um Transparenz zu schaffen. Erstens, veröffentlicht die Gehälter der Spieler, wie es im US-Sport getan wird. Damit gibt es keine Geheimnisse mehr rund um die Verdienste. Zweitens, genauso wie veröffentlicht werden sollte, wie viel der Verein an Berater bezahlt – wie es die Fußballliga und die Premier League jedes Jahr tun – sollte das Salär auf die einzelnen Berater und ihre Firmen heruntergebrochen werden. Lasst uns sehen, welche Berater und Klubs eine enge Beziehung haben. Dieser Vorschlag würde nicht alle Probleme lösen, aber ein gewisses Maß an Transparenz erzeugen.“

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