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Nachdem es in Deutschland Fanproteste gegen Ticketpreise gab, formiert sich nun auch in England der Widerstand. Auslöser waren Auswärtspreise von umgerechnet 73 Euro bei Arsenal.

London. Die englische Fangruppierung „Football Supporters‘ Federation (FSF)“ hat dazu aufgerufen, die Ticketpreise bei Auswärtsspielen zu deckeln. Mit der „Twenty Plenty“-Kampagne („Zwanzig sind mehr als genug“) fordern sie eine Preisobergrenze von zwanzig Pfund (umgerechnet etwa 23,50 Euro). Hintergrund sind steigende Ticketpreise, die immer mehr Fans vom Besuch eines Auswärtsspiels abhalten.

„Ohne Auswärtsfans stirbt die Atmosphäre bei Spielen. Damit verliert der Fußball einen Großteil dessen, was ihn so einzigartig macht“,  erklärte der stellvertretende FSF-Vorsitzende Martin O’Hara der BBC. Die FSF hat deshalb eine Reihe von Sitzungen im ganzen Land angekündigt, bei denen auch andere Fangruppen für die Aktion gewonnen werden sollen.

73 Euro für City-Fans bei Arsenal

Auslöser für die Aktion war das Auswärtsspiel von Manchester City beim FC Arsenal am 13. Januar. Dabei kostete eine Karte für City-Fans 62 Pfund, also fast 73 Euro. Von den 3.000 Karten wurden 900 nicht verkauft.

„Fans, die ihrem Team hinterherreisen, opfern viel Zeit und Geld für ihr Team, und das sollte man anerkennen und belohnen“, so O’Hara. „Kurzfristig verdienen die Klubs vielleicht ein paar Pfund mehr, indem sie ihre Fans ausquetschen. Aber hier ist eine langfristige Vision nötig.“  

Schnelle Änderung gefordert

Nach Ansicht der FSF müsste sich schnellstens etwas ändern. „Wer will schon zu Spielen ohne Auswärtsfans gehen, zu Spielen ohne Leidenschaft?“, fragt O’Hara. „Wir sind der Überzeugung, dass eine Deckelung von Auswärtstickets bei 20 Pfund dazu führen würde, dass der Fußball wieder bezahlbarer wird und wieder mehr Auswärtsfans zu den Spielen fahren.“

EURE MEINUNG: Können die Fanproteste in England Erfolg haben?

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