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Schon das Zusehen tat weh: Jon Walters nahm sich heute ein Herz, traf zweimal per Kopf für den Gegner und verschoss den Elfmeter in letzter Minute.

Stoke-on-Trent. Auch so kann man Spiele entscheiden: Jonathan Walters, der Offensivmann von Stoke City, kann wahrscheinlich auch zur Stunde noch nicht verstehen, was da heute gegen den FC Chelsea genau passiert ist. In einer packenden Partie hatte der emsige Angreifer viele gute Szenen in der Anfangsphase, als sich Stoke ganz langsam die Gäste aus London zurechtlegte.

Was dann kam, war wirklich bitter. In der 47. Minute setzte Hazard eine schöne Flanke von rechts in den Fünfmeterraum, wo eben jener 29-jährige Jonathan Walters scheinbar keine andere Möglichkeit sah, als den Ball halb gebückt direkt am eigenen Keeper vorbei ins Netz zu drücken. Mund abwischen und weiter - das werden sich die Fans gedacht haben. Kann ja mal passieren! Es passierte aber gleich wieder.

In der 63. Minute war es der Zweikampf mit Frank Lampard wieder direkt an der Fünferlinie, die ihn zum zweiten, fast identischen Treffer zwang. Auch hier landete der Ball wie von Geisterhand mitten auf seinem rasierten Kopf und fluppte weiter ins Tor. Erst hat man kein Glück und dann kommt auch noch Pech dazu. Niemand konnte glauben, was er oder sie dort sahen: Der absolut entsetzte Walters ging kopfschüttelnd zurück zur Mittellinie und wollte sich wohl am liebsten selbst auswechseln.

Doppelpack gegen LFC, Doppelpack gegen Stoke

Das dauerte noch. Bisher hatte Chelsea ja auch noch nicht selbst getroffen, das taten Frank Lampard und Eden Hazard dann zu allem Überfluss auch noch obendrauf, aber das Gesicht des Tages war sicherlich der irische Nationalspieler Walters, dessen Saison doch gerade in Schwung gekommen war. Spätestens sein Doppelpack gegen den FC Liverpool hatte ein Ausrufezeichen gesetzt. Nun netzte er reihenweise für den Gegner ein.

Ein später Schulterklopfer hätte der Elfmeter in letzter Minute sein können, nachdem Terry ihn leicht gestört hatte. Der Elfer selbst war schon zweifelhaft, weitaus unwirklicher war die Art und Weise, wie Walters vergab: Er setzte den Ball knallend an die Latte, von wo aus er gefühlt aus dem Britannia Stadium flog. So einen Pechtag haben nur wenige Spieler. Irgendwann wird er drüber lachen können, hoffentlich.

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