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Der frühere Nationalspieler, Kolumnist und Sohn von QPR-Trainer Harry Redknapp sieht den heimischen Fußball im Abwärtstrend. Ein Indikator sei das Abschneiden in der Königsklasse.

London. Jamie Redknapp macht sich Sorgen um das Mutterland des Fußballs. In seiner Kolumne in der Daily Mail äußert sich der ehemalige Nationalspieler über die erfolgreichen Spaniern auf der Insel, die fehlenden englische Talente und das Champions-League-Aus von Manchester City und dem FC Chelsea.

„Wir haben die beste Liga“

„Ich bin davon überzeugt, dass wir immer noch die beste Liga haben, aber es scheint so, dass wir nicht die besten Spieler haben“, schreibt Redknapp in seiner Kolumne. Seiner Meinung nach sei kein einziger Engländer in der besten Elf der Welt zu finden. Stattdessen hätten die Top-Teams auf der Insel zwei bis drei starke Spanier in ihren Reihen. Redknapp nennt vor allem David Silva (Manchester City), Juan Mata (FC Chelsea) und Santi Cazorla (FC Arsenal).

Kaum Talente auf der Insel

„Stattdessen höre ich Geschichten über junge Spieler, die vom Training weglaufen. Sie sollten eigentlich härter für ihre Kunst arbeiten, aber sie jagen nur dem Geld hinterher. Sie werden zu früh zu gut bezahlt.“ Darüber hinaus gibt Redknapp zu bedenken, dass es schädlich für die Ambitionen eines jungen Spielers sei, bereits mit 18 Jahren „ihren ersten Range Rover zu fahren“.

„Ich schaue mir viel Jugendfußball an und da gibt es keinen, der mich vom Hocker reißt. Wo ist der nächste Wayne Rooney?“ Allein Raheem Sterling vom FC Liverpool und Evertons Ross Barkley könnten seiner Meinung nach hoch qualifizierte Spieler werden. Die Karrieren der besten englischen Spieler John Terry, Frank Lampard (beide Chelsea) und Steven Gerrard (Liverpool) hingegen neigten sich dem Ende.

CL-Aus von Chelsea und ManCity

Die negative Entwicklung des englischen Fußballs zeigt sich für Redknapp besonders im frühzeitigen Ausscheiden von Chelsea und Manchester City aus der Champions League. Zudem bewertet er Chelseas Niederlage im Super Cup gegen Atletico Madrid nicht als bedeutungslos.

„Ich glaube, es war eine Fußball-Lektion. Und wir bekommen zu viele davon“, so Redknapp. Der Champions-League-Sieger hatte zu Beginn der Saison klar mit 1:4 gegen den Europa-League-Sieger aus Spanien verloren.

Jamie Redknapps Ausblick

Redknapp wünscht sich zum Ende seiner Kolumne Besserung im englischen Fußball, sowie ein bisschen mehr „Premier-League-Flavour“ in der besten Elf der Welt.

Jamie Redknapp spielte 17 Mal für die englische Nationalmannschaft und erzielte dabei ein Tor. Er ist der Cousin des beim FC Chelsea spielenden Frank Lampard und Sohn des aktuellen Trainers der Queens Park Rangers, Harry Redknapp.

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