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„Sechs, setzen!“ Wer hat als Schüler diesen Satz nicht schon einmal gehört? Goal.com stellt das Zwischenzeugnis der Hinrunde aus. Heute ist der FC Arsenal dran!

Verein: FC Arsenal
Premier League: Platz 5
FA-Cup: 3.Runde
Carling Cup: Viertelfinale (ausgeschieden)
Champions League: Achtelfinale

Zielsetzung: Endlich wieder einen Meistertitel. Dies ist der Wunsch der Anhänger. Doch wie in den Spielzeiten zuvor, liegen Vorstellung und Realität weit auseinander. Die Gunners laufen nur hinterher und bangen um ihren Platz in den Big Four der Premier League.

LIGA & POKAL: befriedigend (3-)

Zu unkonstant sind die Leistungen der Nordlondoner. Zu Beginn gab es zwei Nullnummern in der Liga. Dann fing man sich, doch dümpelte man aufgrund vieler Unentschieden nur im Mittelfeld der Tabelle. Gegen drei der Big-Four-Teams kassierte man Niederlagen. Immer wieder drohte man den Anschluss an die internationalen Plätze zu verlieren. Im Dezember konnte Arsenal eine Serie von vier erfolgreichen Partien in der Liga starten, was sie wieder näher an die Top-Four brachte. Angesichts eines 16-Punkte-Rückstands auf Spitzenreiter Manchester United kann die Meisterschaft schon abgeschrieben werden.

Im Carling Cup konnte man sich sensationell in den ersten beiden Runden durchsetzen, scheiterte dann gegen den Viertligisten von Bradford City im Elfmeterschießen. In der ersten Runde des FA-Cups trifft man auf Swansea City, denen man in der Liga 1:2 unterlag. Man hat aber zumindest in diesem Wettbewerb noch die Chance den Titel zu holen.

Champions League: gut (2-)

In der Königsklasse wurde man hinter Schalke 04 nur Zweiter und verspielte sogar eine 2:0-Führung auf Schalke. Im letzten Gruppenspiel gegen Olympiakos Piräus hätte man mit einem Sieg seine Chance auf die Tabellenspitze waren können. Doch auch gegen die Griechen verlor man nach eigener Führung. Als Gruppenzweiter musste man einen starken Gruppensieger im Achtelfinale erwarten. So kam es auch und die Gunners erwischten ein Hammerlos - den FC Bayern München.
 

UNTERHALTUNG: befriedigend (3+)

Arsenal und Unterhaltung? Alles eine Frage der Tagesform. Entweder boten die Londoner Magerkost oder Spektakel pur. In einigen Spielen erzielten sie nur ein oder maximal zwei Tore. Musterbeispiel für eine solche Leistung war das Spiel gegen Wigan Athletic, wo man durch einen Elfmeter-Treffer von Arteta noch gewann.

Auf der anderen Seite können die Gunners auch ein Feuerwerk abbrennen und schießen aus vollen Kanonen. Man feierte Kantersiege gegen FC Southampton (6:1), Tottenham Hotspur (5:2), FC Reading (5:2) und im Ligapokal gegen Coventry City (6:1). Zwei Partien werden definitiv länger im Gedächtnis bleiben. Im Achtelfinale des Carling Cups setzte Arsenal sich mit 7:5 nach Verlängerung gegen Reading durch. Zur Halbzeit lag man bereits mit 1:4 hinten. Dann dreht man noch mal auf und rettete sich mit dem Ausgleich in der 96. Minute durch noch in die Verlängerung. Als sich bereits alle auf ein Elfmeterschießen einstellten, trafen die Londoner innerhalb von drei Minuten noch zwei Mal in der Nachspielzeit der Verlängerung.

Doch der Wahnsinn hat Programm. Erst jüngst fegte man Newcastle United mit 7:3 aus dem Emirats Stadium. Überragender Mann des Spiels: Theo Walcott. Am Rande: Der Halbzeitstand war 1:1.

TRANSFERMARKT: gut (2-)

Wenn man von der Transferpolitik von Arsene Wenger spricht, so muss man sich meist mit den Abgängen beschäftigen. Wie in jedem Sommer haben Leistungsträger das Emirats Stadium verlassen. Nicht irgendwelche, sondern mal wieder die Säulen im Spiel der Gunners. Mittelfeldkopf Alex Song ging der Verlockung nach und wechselte zum FC Barcelona. Dieser Transfer ging recht ruhig und schell über die Bühne. Im Gegensatz zu der Sommerposse von Stürmerstar Robin van Persie. Mit Ende der Europameisterschaft begann das Wechsel-Hickhack. Als ein Wechsel zu Manchester City fast schon als beschlossen galt, tauchte Stadtrivale United auf und lockte RvP ins Old Trafford.

Wieder einmal musste Wenger sich nach Ersatz für die entstandenen Lücken umsehen. Hierzu griff der Franzose tief in die Tasche und verpflichtete drei namenhafte Spieler. Der Transfer von Lukas Podolski wurde bereits früh, - im April, unter Dach und Fach gebracht. Der Ur-Kölner konnte sich mit Traumtoren schnell in die Herzen der Arsenal-Fans spielen. Besonders das Zusammenspiel mit Santi Carzola, ebenfalls im Sommer von FC Malaga verpflichtet, sorgt für Glanzpunkte. Der Spanier ist der Mann für die gewissen Pässe und sorgt für die Kreativität im Mittelfeld der Gunners.

Als Persie-Ersatz wurde Oliver Giroud vom französischen Überraschungsmeister HSC Montpellier geholt. Lange Zeit tat sich der Franzose schwer und wirkte unglücklich. Der Druck in die Fußstapfen von RvP schien immens. Jedoch findet er immer besser ins Spiel und netzte schon einige Male in dieser Saison ein.



TRAINER & UMFELD: befriedigend (3)

Seit 2004 wartet man auf eine erneute Meisterschaft. Immer wieder wird der Trainer in Frage gestellt. Trotz teils zweifelhaften Transferpolitik sitzt Wenger sicher im Sattel. Der Franzose schafft es immer wieder, obwohl Leistungsträger den Verein verlassen, ein Team zusammen zustellen, welches sich Jahr für Jahr für die Champions League qualifiziert.

Aber Wenger hat schon verkündigt, dass er wieder einmal im Winter auf dem Transfermarkt
aktiv werden will. Dies könnte man als Schuldeingeständnis und Ausbesserungsreflex ansehen. Doch dies hat bereits Tradition bei den Gunners. Im Winter versucht man durch Transfer die Fehler, der vorherigen Transferperiode auszubessern.

Hinzu kommt noch die ständige Unruhe im und rund um den Verein. Im Sommer dominierte das Thema RvP-Abgang die Schlagzeilen. Die Neuzugänge waren nicht so stark im Fokus, wie mögliche Abgänge. Dies zeigt sich derzeit im Fall Theo Walcott. Schon seit Monaten versucht man, mit dem Stürmer zu verlängern. Da die Einigung auf sich warten lässt, wittern andere Vereine ihre Chance, sich die Dienste des Engländers zu sichern. Ruhe scheint ein Fremdwort bei den Gunners zu sein.

DER UNENTSCHLOSSENE
DER VOLLTREFFER
KING OF LONDON


GESAMTNOTE: befriedigend (3)

Arsenal steht sich selbst im Weg. Zu unkonstant sind die Leistungen, um ein ernsthafter Konkurrent für Titel zu sein. In der Premier League ist der Anschluss an Top-Four, somit an die Champions-League-Plätze, immer noch da und in der Königsklasse steht man im Achtelfinale und trifft auf den Vorjahresfinalisten Bayern München. Ein Weiterkommen wäre eine kleine Sensation.

Durch die Siege am Ende des Jahres konnten die Gunners ihre Situation in der Liga verbessern. Würde im Achtelfinale der Königsklasse ausscheiden, so könnte man sich auf die heimische Liga besinnen. Im Winter will man nochmals einige Transfers tätigen, die zu einem erneuten Schub führen könnten, je nachdem wem man verpflichten kann. Noch ist der Zug in Richtung Top-Four nicht abgefahren. Einen Angriff wird es definitiv noch geben. Mit den Gunners ist immer zu rechnen, - dies zeigte die Vergangenheit des Öfteren.

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