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Anders als UEFA-Chef Michel Platini, zeigt sich Frank Lampard als Freund des Fortschritts und begrüßt die neue Torlinientechnologie, die nach der Testphase eingeführt werden könnte

London. Frank Lampard, Mittelfeldspieler beim FC Chelsea und der englischen Nationalmannschaft, ist für die Einführung einer Torlinientechnik. Nach seinem nicht gegebenen „Treffer“ im Achtelfinale der Weltmeisterschaft 2010 gegen Deutschland plädiert der Engländer nun für eine technische Unterstützung der Linienrichter.

Platini ist gegen jedwede Technik

Lampard möchte die Linienrichter entlasten: „Mit der heutigen Spielgeschwindigkeit kann man von keinem Menschen verlangen solch eine Entscheidung jederzeit richtig zu treffen.“ Eine mögliche Einführung einer Torlinientechnik spaltet jedoch die Fußballwelt. UEFA-Präsident Michel Platini ist gegen eine Einführung, weil sie seiner Meinung nach dem Fußball etwas von seiner Magie raube.

Lampard: Zu viele ausschlagegebende Entscheidungen

Lampard ist da anderer Meinung: „Ich denke, sie wird Magie hinzufügen. Ich denke, uns ist es allen bekannt, nicht nur aufgrund meines Treffers oder Nicht-Treffers, aber besonders die vielen ausschlaggebenden Tore, die in den letzten paar Spielzeiten im Verein oder im internationalen Fußball gefallen sind.“

Mit Blick auf andere Sportarten, in denen elektronische Hilfsmittel bereits zugelassen sind, sagt der 33-Jährige: „Wir wollen alle, dass Entscheidungen zu 100% richtig sind, ob sie nun für oder gegen dein Team sind. Und es wird für jeden klarstellen, was passiert ist – und es wird ziemlich aufregend. Das Thema ist zu wichtig, um so weiter zu machen, wie bisher.“

Torlinientechnik ja, weiteres nein

Aber auch Lampards Dafürsprechen kennt Grenzen: „Ich  verstehe, dass Platini lieber versucht das Spiel zu entwickeln als ihm drastische Veränderungen zu verpassen – das ist sein Vorrecht.“ Lampard ist in einem Punkt mit Platini einig: Die Verwendung von technischen Hilfsmitteln soll nicht über die Torlinientechnik hinaus ausgeweitet werden.

FIFA testet Torlinientechnik bei Klub-WM

Bei der diesjährigen FIFA-Klub-Weltmeisterschaft in Japan werden zwei Torlinientechniken getestet. Zum einen das auf einem Magnetfeld basierende GoalRef-System, zum anderen das Kamerabilder nutzende Hawk-Eye. Beim heutigen Spiel des FC Chelsea gegen Monterrey wird GoalRef zum ersten Mal eingesetzt.

 

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