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Chelseas Fans zeigen sich alles andere als geschlossen begeistert von Benitez, der einst gegen die Blues austeilte. Fanvertreter fordern eine Entschuldigung für frühere Äußerungen.

London. Die Verpflichtung von Rafael Benitez als neuem Trainer des FC Chelsea hat unter den Fans der Blues heftige Reaktionen ausgelöst. Der Spanier hat sich in der Vergangenheit an der Stamford Bridge nicht beliebt gemacht. Zugleich kritisieren die Fans Klub-Eigner Roman Abramowitsch für dessen Personalpolitik auf der Trainerposition.

Fans fordern Entschuldigung von Benitez

Die Anhänger des amtierenden Champions-League-Siegers fordern ihren neuen Trainer Rafael Benitez auf, sich für einige Aussagen aus seiner Zeit als Coach des Rivalen FC Liverpool zu entschuldigen. Der 52-jährige Spanier stand zwischen 2004 und 2010 bei den Reds an der Seitenlinie und sagte damals, dass er niemals bei einem Verein wie dem FC Chelsea anheuern würde. Außerdem kritisierte er seinerzeit das Verhalten der Chelsea-Anhänger und attackierte mehrfach Jose Mourinho, der die Blues von 2004 bis 2007 betreute.

Stachel beim Chelsea-Anhang sitzt tief

„Ich denke, dass vielen Fans mit einer Entschuldigung geholfen wäre“, sagt Trizia Fiorellino aus dem Vorstand der Fangruppierung Chelsea Supporters Group gegenüber dem Independent. „Benitez sagte damals, er habe nur seinen Verein verteidigen wollen. Zu der Zeit war Mourinho ein Meister darin, seinen Verein zu verteidigen, und er hat nie Anhänger eines anderen Vereins verunglimpft. Benitez kann es nicht ungeschehen machen, aber wenn er zu seinem Fehler stünde, würde er wieder einige Leute an Bord holen“, so Fiorellino weiter. Bei Benitez‘ erstem Spiel als Chelsea-Coach gegen Manchester City (0:0) buhten viele Fans den neuen Trainer aus und hielten Plakate mit der Aufschrift „Rafa out“ („Rafa raus“) in die Luft.

Enttäuschung über Abramowitschs Personalpolitik

Der Frust der Fans richtet sich auch gegen Klub-Eigner Roman Abramowitsch. Trizia Fiorellino erläutert die Sicht der Anhänger: „Die Vereinsführung hört nicht auf die Fans! Ich verlange nicht, dass die Fans über den Manager entscheiden dürfen, aber jedem im Vorstand musste klar sein, dass die Anhänger Rafa Benitez nicht akzeptieren würden. Für einige Fans muss sich das anfühlen, als würde der Verein ihnen sagen: ‚Wir holen, wen wir wollen.‘“

Petr Cech stützt die Vereinspolitik und den Trainer

Chelsea-Keeper Petr Cech, seit 2004 im Verein, stellt sich dagegen hinter die Klubführung: „Es ist einfach: Du akzeptierst die Entscheidung des Vereins oder nicht. Du bist hier, um Fußball zu spielen, das zu tun, was der Verein und der Trainer von dir verlangen“, zitiert Daily Mail den 30-jährigen Keeper. Benitez verdiene aus seiner Sicht eine Chance, und es sei an der Mannschaft, die Fans durch starke Leistungen milde zu stimmen. Cech: „Das perfekte Szenario wäre, eine Siegesserie zu starten. Dann sieht die Welt ganz schnell wieder anders aus.“

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