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Der „kleine“ Stadtrivale des FC Liverpool hält derzeit überraschend den Anschluss an die Tabellenspitze der englischen Premier League.

Liverpool. Eigentlich stand der Verein aus dem Liverpooler Stadtteil Everton immer im Schatten des großen und traditionsreichen FC Liverpool. Doch der große Nachbar schwächelt und verliert in der Premier League immer mehr den Anschluss an die Spitze – ganz im Gegensatz zum „Everton Football Club“. Der 1878 gegründete Klub mischt mit für englische Verhältnisse bescheidenen finanziellen Mitteln derzeit die wahrscheinlich beste Liga der Welt auf und spielt mit im Konzert der Großen, auch wenn dies vermutlich nur eine Momentaufnahme ist.

Man hat aus Fehlern gelernt

Seit einigen Jahren verfolgen die „Toffees“ eine geschickte Transferpolitik, veräußern eigene Spieler teuer und verpflichten zumeist junge Talente für relativ kleines Geld. Vor gar nicht allzu langer Zeit sah das noch anders aus: Um einige teure Fehleinkäufe auszugleichen, sah man sich 2004 gezwungen, Top-Talent Wayne Rooney für fast 40 Millionen Euro an Manchester United abzugeben. Aus den Fehlern der Vergangenheit hat man im Gegensatz zu vielen anderen Liga-Konkurrenten gelernt und erzielte zuletzt in vier Transfer-Perioden in Folge eine positive Bilanz, die vor allem durch die Verkäufe der Top-Spieler Joleon Lescott an Manchester City, Mikel Arteta an Arsenal London und Jack Rodwell, ebenfalls an Manchester City, erreicht wurde.

Zugänge, die einschlagen

In der laufenden Spielzeit rentieren sich die günstigen Transfers besonders gut. Top-Stürmer Nikica Jelavic, im vergangenen Winter für 6,6 Millionen Euro von den mittlerweile insolventen Glasgow Rangers gekommen, erzielte in sechs Partien bereits vier Treffer. Auch Kevin Mirallas oder Rückkehrer Steven Pienaar zahlen die für sie hingelegten Millionen mit starken Leistungen zurück. Zusammen mit den etablierten Spielern wie Außenverteidiger Leighton Baines oder Mittelfeld-Regisseur Marouane Fellaini sorgen sie für einen unerwarteten Aufschwung des im „Goodison Park“ beheimateten Vereins.

Der Star sitzt auf der Bank

Einen mindestens ebenso großen Anteil am Erfolg der „Toffees“ trägt auch der Mann, der seit über zehn Jahren bei Everton auf der Bank sitzt: David Moyes. Der 49-jährige Schotte gilt als Experte seiner Zunft und ist dafür verantwortlich, dass sich der Klub aus Liverpool in der erweiterten Tabellenspitze etablieren und mehrere Teilnahmen am internationalen Geschäft einfahren konnte – auch ohne große Stars.

Dennoch bleibt man realistisch; man weiß: Echte Konkurrenz für die Klubs aus Manchester, für Chelsea, Arsenal und Co. ist man wohl nicht.

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