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Der Italiener kann nicht glauben, dass der ehemalige Kapitän der englischen Nationalmannschaft nun doch für den rassistischen Zwischenfall im vergangenen Oktober bestraft wird.

London. Carlo Ancelotti, aktuell Trainer von Paris St. Germain, verteidigt John Terry, den er aus der gemeinsamen Zeit beim FC Chelsea kennt, gegen die erhobenen Rassismus-Vorwürfe. Terry wurde kürzlich vom englischen Verband für vier Spiele gesperrt und zu einer Strafe von rund 250.000 Euro verurteilt, weil er im vergangenen Oktober Anton Ferdinand von den Queens Park Rangers während eines Spiels rassistisch beleidigt haben soll.

Vor Gericht freigesprochen

Terry selbst bestreitet die Vorwürfe weiterhin und überlegt, Einspruch gegen die Strafe einzulegen. Im Sommer hatte ein Gericht den Verteidiger bereits vom Vorwurf der Beleidigung freigesprochen, nachdem man ihm nicht nachweisen konnte, die unstrittigen Worte in beleidigender Absicht geäußert zu haben. Terry behauptet, er habe nur die Worte wiederholt, deren Äußerung Ferdinand ihm vorgeworfen hatte.

Rücktritt aus der Nationalmannschaft

Kurz vor der Anhörung der FA hatte der 31-jährige Terry bereits seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft verkündet. Das Verhalten der FA ihm gegenüber habe es „unvertretbar“ gemacht, weiter für England aufzulaufen.

Gegenüber ESPN erklärte Carlo Ancelotti seine Verwunderung über die Entscheidung des Verbandes nach dem abgeschlossenen Gerichtsverfahren: „Es ist unglaublich – John Terry verdient so etwas nicht. Ich kann nicht verstehen, wie die FA eine andere Entscheidung treffen kann. Ich denke, das ist wirklich komisch.“

Terry kein Rassist

„Er hat ein wirklich fantastisches Verhältnis mit allen. Ich bin sicher, dass er kein Rassist ist – zu 100 Prozent“, betonte der Italiener. Auch für den Rücktritt aus der Nationalmannschaft hat Ancelotti Verständnis: „Ich denke er wird nicht mehr für England spielen und ich denke, das ist eine gute Entscheidung. Für England ist das sicher schlecht, weil John Terry eine Menge für die Nationalmannschaft getan hat.“

Ashley Cole vielleicht nach Paris

Zu Gerüchten, dass er Chelseas Außenverteidiger Ashley Cole zu Paris St. Germain locken möchte, sagte der Trainer des Vizemeisters: „Eine Menge Spieler auf dem Markt werden mit Paris St. Germain in Verbindung gebracht. Für diese Saison haben wir einen guten Kader, aber ich weiß nicht, was nächstes Jahr passiert. Ashley Cole ist im Moment der beste Linksverteidiger der Welt.“

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