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Die Nationalmannschaft hat den gerade erst von einer einjährigen Verletzung erholten Nationalspieler überlastet, sagt der Franzose.

London. Das vergangene Jahr verpasste Abou Diaby komplett, nun verletzte er sich im Premier League-Spiel gegen den Lokalrivalen FC Chelsea und fällt erneut drei Wochen aus. Der Trainer des FC Arsenal, Arsène Wenger, sieht die Schuld dafür allein beim französischen Verband.

Angeschlagen im Länderspiel

Im Spiel der französischen Nationalmannschaft gegen Finnland im letzten Monat musste Diaby bereits angeschlagen ausgewechselt werden, seitdem plagt sich der extrem verletzungsanfällige Dribbelkünstler mit einer Reihe von Problemen. Wenger wirft nun Frankreichs Trainer Didier Deschamps vor, zu viel Druck auf den von Verletzungen geplagten Diaby ausgeübt zu haben.

„Ich habe ihnen oft gesagt, wenn sie Diaby für das Spiel gegen Spanien im Oktober haben wollen, sollten sie ihn nicht gegen Russland und Finnland mitnehmen“, wird der Franzose im Mirror zitiert. Einmal in Rage, konnte Wenger sich kaum zügeln: „Sie hätten ihn mitnehmen können, aber ihn nicht spielen lassen. Der Kerl war ein Jahr verletzt und hat vielleicht vier oder fünf Spiele gemacht! Es ist frustrierend, denn wenn du denkst du bist so weit, passiert es schon wieder.“

Diaby ein echter Verlust

Gleichzeitig betont Wenger die Chancen, die sich für andere Spieler daraus ergeben, jedoch nicht ohne einen erneuten Hinweis auf den Verlust durch Diabys Verletzung: „Es ist eine Chance für jemand anderen, zu spielen. Aber am Samstag, als er raus musste und Alex Oxlade-Chamberlain ins Spiel kam, hat der die Position direkt übernommen und den Ball bei einer Standardsituation verloren. Das war ein Ball, den Diaby leicht gewonnen hätte, weil er die entsprechende Größe hat.“

Hauptproblem liegt im Angriff

Im Champions League Heimspiel gegen Olympiakos Piräus wird voraussichtlich Francis Coquelin für Diaby starten. Gleichzeitig steht Per Mertesacker vor einer Rückkehr ins Team, nachdem Laurent Koscielny gegen Chelsea enttäuschte. Das Hauptproblem bei Arsenal liegt jedoch im Angriff, wo Olivier Giroud auf einen Einsatz von Beginn an hofft, obwohl er bislang noch nicht überzeugen konnte.

Wenger: „Giroud kann ein Trumpf sein“

Arsène Wenger glaubt jedoch weiter daran, dass Giroud eine wertvolle Ergänzung seiner Mannschaft darstellen kann: „Giroud kann ein echter Trumpf in der Champions League sein. Und ich hoffe nicht nur in der Champions League, sondern auch in der Meisterschaft. Er ist aber noch immer in einer Anpassungsphase, weil es ein anderes Team ist, eine andere Art zu spielen und anderer Fußball.“

Vor allem die Innenverteidiger in England macht der Franzose als Problem für seinen Landsmann aus: „Hier zeigen die Innenverteidiger zu 100 Prozent Einsatz. Sie werfen sich richtig rein. Aber er wird sich anpassen.“

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