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Sergio Agüero wittert eine Verschwörung der englischen Schiedsrichter gegen ausländische Spieler. Sir Alex Ferguson gibt der „Fallsucht“ der ausländischen Spieler die Schuld.

Manchester. Im Mutterland des Fußballs ist „Diving“, also das Schinden von Elfmetern, seit jeher eine Unsitte. Weil in der laufenden Premier-League-Saison allerdings viele Elfmeterpfiffe fälschlicherweise ausgeblieben sind, wittern Manchester Uniteds Coach Sir Alex Ferguson und Manchester Citys Spieler Sergio Agüero eine Verschwörung – allerdings haben sie unterschiedlichen Ansichten, wer der Schuldige ist.

Agüero: „Ausländische Spieler werden benachteiligt“

Das Spiel des englischen Meisters Manchester City beim FC Fulham am vergangenen Samstag, das die „Citizens“ mit 2:1 gewannen, bot einigen Gesprächsstoff. Vor allem Citys argentinischer Angreifer Sergio „Kun“ Agüero echauffierte sich nach der Partie darüber, dass seinen Mitspielern und Landsleuten Carlos Tevez und Pablo Zabaleta zwei klare Elfmeter verweigert wurden.

Der Argentinier hatte gegenüber dem Guardian auch gleich eine Erklärung parat: „Es gibt so etwas wie ein Privileg: Überall auf der Welt werden einheimische Spieler von den Schiedsrichtern bevorzugt und ausländische Spieler benachteiligt. Dabei ist es der Job der Schiedsrichter zu erkennen, wer täuschen will und wer nicht – unabhängig von der Herkunft.“

Nani kriegt keinen Elfmeter

Angesprochen auf den Fakt, dass in der laufenden Saison lediglich drei von 17 Strafstößen englischen Spielern zugesprochen werden, verweist Agüero darauf, dass in den meisten Premier-League-Teams ausländische Offensivspieler unter Vertrag stehen.

Nur wenige Stunden nach dem knappen Sieg von Manchester City musste Lokalrivale Manchester United bei den Tottenham Hotspur ran – und verlor auch aufgrund eines verweigerten Elfmeters für den Portugiesen Nani mit 2:3.

Ferguson: Schlechter Ruf der ausländischen Spieler ist eigene Schuld

Uniteds Trainerlegende Sir Alex Ferguson zeigte sich nach dem Spiel wenig erbaut über den verweigerten Elfmeter, doch gegenüber dem Guardian nannte er auch den Grund, warum Kritik an dieser Stelle unangebracht sei: „Ihren schlechten Ruf bei den Schiedsrichtern, gerade in Elfmetersituationen, haben sich die ausländischen Spieler durch Schwalben, Theatralik und Reklamieren lange erarbeitet.“

Auf seinen eigenen Spieler, den Portugiesen Nani und seine Foulsituation im Duell mit Tottenhams Jan Vertonghen, angesprochen, sagt Ferguson: „Nani ist ein fairer Spieler, und es war wohl auch ein klarer Elfmeter. Aber vielleicht hat er den Elfmeter zu theatralisch eingefordert.“

EURE MEINUNG: Beklagen sich die ausländischen Spieler in England zu Recht oder sind sie selbst schuld am "Diver"-Image?
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