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Rassismusvorwürfe: John Terry für schuldig befunden - vier Spiele Sperre

Terry wurde von der FA wegen rassistischen Äußerungen, die er gegenüber Anton Ferdinand geäußert haben soll, für vier Spiele gesperrt.

London. John Terry, Spielführer des FC Chelsea, sieht sich einer Vier-Spiele-Sperre gegenüber, die die FA verhängt hat, nachdem man ihn für schuldig befunden hat, rassistische Schmähungen gegen Queens-Park-Rangers-Verteidiger Anton Ferdinand geäußert zu haben. Der kürzlich aus der Nationalmannschaft zurückgetretene Londoner muss zudem eine Geldstrafe von umgerechnet knapp 280.000 Euro zahlen.

Trotz gerichtlichen Freispruchs erklärt FA Terry für schuldig

Terry wurde im Juli vor dem Amtsgericht von Westminster von allen Rassismus-Beschuldigungen freigesprochen, doch das FA-Disziplinar-Komitee gab nun bekannt, dass der 31-Jährige für schuldig befunden wurde.



Vorfall ereignete sich im Vorjahr

Der Vorfall ereignete sich im Oktober 2011, als Chelsea im Stadt-Derby zu Gast im Loftus-Road-Stadion war. Beim 1:0-Sieg von Chelsea kam es damals zu einer Auseinandersetzung zwischen Terry und Ferdinand.

Der Blues-Star trat kürzlich aus der Nationalelf Englands zurück und begründete diesen Schritt mit dem gegen ihn laufenden Verfahren seitens der FA. Sodann erklärte der kopfballstarke Abwehrspezialist, dass seine Position innerhalb der englischen Auswahl nicht länger haltbar sei.

Terry hat zwei Wochen Zeit Revision gegen das Urteil einzulegen

Terry verbleiben 14 Tage, um einen schriftlich begründeten Einspruch einzureichen. Bis keine Entscheidung im Einspruchsverfahren getroffen ist, bleibt die Strafe für den Chelsea-Kapitän vorerst unwirksam.
Das bedeutet, dass Terry am Wochenende im Stadt-Derby gegen den FC Arsenal auflaufen kann. In den nächsten zwei Wochen obliegt ihm für die kommenden Partien seines Klubs das gleiche Recht, falls er seinen Einspruch geltend macht.

Terrys Management hat ein Statement erlassen, das folgendes besagt:  „Herr Terry ist enttäuscht, dass die Kommission der FA eine andere Entscheidung gefällt hat, als die des amtlichen Gerichts, das deutlich gemacht hatte, dass er unschuldig sei. Er wird sich die schriftlich niedergelegten Gründe der Entscheidung aushändigen lassen und sie detailliert studieren, bevor er einen Entschluss hinsichtlich seines Rechts auf Revision trifft.“



Terry der zweite wegen Rassismus verurteilte Spieler

Terry ist der zweite Premier-League Spieler innerhalb eines Jahres, der eine Strafe wegen rassistischer Beleidigungen erhält. Vor ihm erhielt Luis Suarez eine acht Spiele umfassende Sperre und musste knapp 50.000 Euro Geldbuße entrichten, nachdem er Manchester Uniteds Abwehrmann Patrice Evra auf verbalem Weg rassistisch beleidigt haben soll.

Der FC Chelsea erließ seinerseits ein Statement, dass der Verein sowohl die Entscheidung der FA respektiert, als auch das Recht von Terry auf Einspruch. Ein weiterer Kommentar wurde nicht erbracht.

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