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Erneut ist es während der Europapokalspiele zu rassistischen Vorkommnissen gekommen. Im Fokus standen dunkelhäutige Spieler. England und Italien haben offensichtlich ein Problem.

Berlin/London. Der Fußball in England wird erneut von rassistischen Beleidigungen gegen dunkelhäutige Spieler überschattet. John Obi Mikel vom FC Chelsea wurde nach der Champions-League-Partie am Mittwoch gegen Juventus Turin (2:2) von den eigenen Fans im Internet attackiert. Knapp 24 Stunden später gerieten offenbar drei Spieler von Tottenham Hotspur im Europa-League-Spiel gegen Lazio Rom (0:0) ins Visier rassistischer Fanatiker aus Rom. Nach übereinstimmenden englischen Medienberichten bekamen Jermain Defoe, Aaron Lennon und Andros Townsend Affenlaute aus dem Fanblock der Gäste zu hören.

Rassismus darf keinen Platz haben
ERNEUTE RASSISMUS-VORWÜRFE 

Beide Vereine verurteilten die Vorfälle. Der FC Chelsea bezeichnete die Attacke gegen Mikel beim Internetdienst Twitter als „absolut inakzeptabel und widerlich“. Zudem schaltete der Verein die Polizei ein. Für Tottenhams Trainer Andre Villas-Boas sei es „das oberste Ziel, Rassismus aus dem Fußball zu verbannen“.

Mikel sperrt Twitter-Profil

Der nigerianische Mittelfeldspieler Mikel sperrte inzwischen sein Twitter-Profil, über das er nach Angaben seines Vereins Nachrichten mit rassistischen Sprüchen bekommen hat. Der Auslöser für die Attacken war ein Fehler, der beim Auftaktspiel in der Champions League gegen Juventus Turin zum 2:2 geführt hatte.

UEFA muss Strafe festlegen


Liga-Konkurrent Tottenham will die Entscheidung über mögliche Sanktionen gegen den Klub des deutschen Nationalstürmers Miroslav Klose dem Europäischen Fußballverband (UEFA) überlassen. „Die Verantwortlichen der UEFA müssen entscheiden, ob sie Untersuchungen aufnehmen“, sagte Villas-Boas, der die Schmährufe nach eigener Aussage nicht gehört hat.



Vorfälle häufen sich

In den vergangenen Monaten hatte es im englischen Fußball bereits mehrere rassistische Vorfälle gegeben. Chelseas Kapitän John Terry beleidigte angeblich Anton Ferdinand von den Queens Park Rangers. Liverpools Luis Suarez wurde nach einer rassistischen Äußerung gegen Patrice Evra von Manchester United gar acht Spiele gesperrt. Am vergangenen Sonntag hatte Ferdinand Terry den Handschlag beim Wiedersehen in der Premier League verweigert, Suarez und Evra treffen am kommenden Sonntag erneut aufeinander.

EURE MEINUNG: Fußball in England und Italien: Wie tief stecken beide im Sumpf des Rassismus? Wie soll die UEFA darauf reagieren?

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