FC Liverpool: Besitzer John W. Henry verteidigt Transferpolitik

Henry zeigte sich enttäuscht, dass die Reds nicht in der Lage waren, einen weiteren Stürmer zu verpflichten. Im anspruchsvollen, langfristigen Plan sehe er aber Fortschritte.
Liverpool. Der Besitzer des FC Liverpool – John W. Henry – hat die Transferaktivitäten der vergangenen Monate in einem offenen Brief an die Anhänger verteidigt. Henry zeigte sich enttäuscht davon, keinen weiteren Stürmer verpflichtet zu haben, betonte jedoch, dass sich der Verein bis zum Ende des Transferfensters enorm um Neuverpflichtungen bemüht habe. Die bisherigen Wechsel sollen als Beispiel für den Fortschritt des Klubs dienen.

Mit Agger, Skrtel und Suarez in die Zukunft

Brendan Rodgers gestand nach der 0:2-Niederlage gegen Arsenal, dass er das Leihgeschäft von Andy Carroll verhindert hätte, wenn er gewusst hätte, dass jeder weitere Versuch, einen Ersatz zu finden, scheitern würde. Henry bekräftigt, dass der Verbleib von Daniel Agger, die vereinbarten langfristigen Verträge mit Luis Suarez und Martin Skrtel sowie die zusätzlichen Verpflichtungen den Verein gut für die Zukunft aufstellen:

„Niemand sollte herunterspielen, wie wichtig es ist, unsere besten Spieler während dieser Zeit an uns zu binden. Wir haben erfolgreich Daniel Agger, Martin Skrtel und Luis Suarez dazu bewegt, bei uns zu bleiben. Wir wissen ihre Überzeugung und ihren Glauben in den Verein sehr zu schätzen. Und wir haben erfolgreich neue, langfristige Verträge mit Luis und mit Martin ausgehandelt.“

Jung aber talentiert

Auch die Neuzugänge werden von Besitzer angeführt, um die Maßnahmen in Liverpool zu verteidigen: „Ein Sommerfenster, das drei junge, aber sehr talentierte Neuzugänge in Joe Allen, Nuri Sahin und Fabio Borini, sowie zwei spannende junge potenzielle Stars – Samed Yesil und Oussama Assaidi – zu uns brachte, kann man nur schwer als Fehlschlag verurteilen“, schreibt der Amerikaner.

Verwantwortliches Wirtschaften wegen Financial Fair Play

Weiter fährt Henry fort und erklärt, dass durch diese Maßnahmen „kurzfristige schnelle Wechsel“ und „risikoreiche Ausgaben“ verhindert werden. Vor allem vor dem Hintergrund der Financial-Fair-Play-Regelung, die sicher stellt, dass Ausgaben an Einnahmen des Vereins gebunden sind, werden solche Fehler unter ihm nicht vorkommen.

Der Trainer braucht Zeit

Der Amerikaner bekräftigt zudem, dass sie vollstes Vertrauen in den Trainer und den Kader des Vereins haben. Und obwohl die Arbeiten des Trainers noch im Aufbau sind, sei der Klub schon nahe am Ziel der Systemumstellung: „Niemand sollte an unserer Überzeugung für den Verein zweifeln. Mit Brendan Rodgers haben wir einen talentierten jungen Trainer und sein Urteil über den Kader wertschätzen wir sehr hoch. Dies ist eine Arbeit in der Entwicklung. Brendan wird Zeit brauchen, um seine Philosophie in den Kader einzubringen und um aufzubauen, was er für eine langfristige Entwicklung benötigt.“

Henry schließt seinen Brief, indem er den Anhängern zusagt, dass er durch seine Funktion kein Geld verdienen, sondern den Verein so aufbauen will, dass dieser die Premier League gewinnt.

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