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Der Altmeister attackiert den Stadtrivalen und den Champions-League-Sieger, die die Preise für Gehälter und Ablösesummen in den Himmel steigen lassen.

Manchester. Sir Alex Ferguson kritisiert die Transferpolitik, welche vom FC Chelsea und Manchester City, betrieben wird. Sie zahlen exorbitante Summen für Ablösen, Gehälter für die Topstar und Honorare für dessen Beratern. Mit dieser Einkaufspolitik würde der Transfermarkt vergiftet werden. Bei Manchester United hingegen setze man weiterhin auf die Abteilung „Jungend forscht.“

Big Spender

Die lebende Trainerlegende attackiert die „Big Spender“ der Premier League und wirft ihnen vor, dass sie daran schuld seien, dass sich „das Klima für den Kauf von Top-Spielern“ wegen ihnen verändert hat. Diese geschaffene Transferpolitik ist eine Beleidigung für die „Red Devils“, die stets auf junge Spieler vertraut haben und es zu ihrer Philosophie gehört, Talenten eine Chance zu geben.

Die Transferperiode im Sommer zeigt beispielhaft die Philosophie des Vereins. Man investierte bisher rund 27 Millionen Euro in junge talentierte Spieler wie Shinji Kagawa, der 23 Jahre alt ist, und den 18-jährigen Mittelfeldspieler Nick Powell.  Der englische Rekordmeister ist auf solche Transfers angewiesen, denn sie können mit den anderen Klubs um die „Topstars“ nicht konkurrieren, weil die Ablösesummen und Gehälter der Spieler und dessen Beratern zu hoch sind.

Geht nur um Geld

Der 70-Jährige verweist gegenüber dem Daily Mirror auf die Hürden, welche bei einem Wechsel gemeistert werden müssen. „Wir stoßen auf ein Problem, es ist das Klima beim Kauf von Top-Spielern“. Und er fügt hinzu: „Es sind nicht nur die Ablösesummen oder Gehälter, es sind auch die Maklergebühren. Es ist schon lächerlich zurzeit.“

Dabei kann Ferguson auf Anhieb Beispiele nenne, bei denen diese irrsinnigen Summen in der Vergangenheit gezahlt wurden. „Beim Hazard-Wechsel zahlte Chelsea den Agenten acht Millionen Euro Honorar. Und die Situation im vergangenen Jahr mit Nasri war die Gleiche“, so der zwölf-fache englische Meister.



Teil der Geschichte

Sir Alex betont und grenzt sich von dieser Art von Transfergeschäften ab. Denn die „Red Devils“ verfolgen schon seit Jahren die Philosophie in junge Talente zu investieren. Dies sei ein Teil der Vereinsgeschichte und ein entschiedener Abgrenzungsunterschied zu den anderen Klubs aus der Premier League.

„Ich sehe in Powell eine große Überraschung für uns in dieser Saison, obwohl er erst 18 Jahre alt ist. Und das ist der Unterschied zwischen Manchester United und dem Rest - hier können 18-Jährige spielen, weil es ein Teil unserer Geschichte ist“, so der ManUnited-Trainer im Daily Mirror.

Schicksal

Der Trainerfuchs geht sogar noch einen Schritt weiter: „Es ist wie ein Schicksal für uns. Wenn ein junger Spieler erscheint, wir verpflichten ihn - und dies ist bei uns noch nie fehlgeschlagen.“ Damit attestiert der 70-Jährige dem Verein ein Alleinstellungsmerkmal. „Kein anderer Verein kann das tun. City wird es nicht tun. Sie werde bestimmt nicht mit Spielern spielen, die es aus der eigenen Jungendabteilung hoch geschafft haben.“

Anders als der Stadtrivale

Dies liegt an der Ausrichtung ihrer Transferpolitik. „Ihre Verpflichtungen sind alle 25, 26 oder 27 Jahre alt. Etablierte Spieler mit guter Reife und Erfahrung“. Dem fügt er hinzu: „City wird davon auch nicht abweichen, weil sie einen guten Altersdurchschnitt haben.“

Aufgrund der Transferpolitik sind die Erwartungen ganz anders bei den Anhängern und sie verfolgen eine andere Philosophie. „Sie haben noch keine über 30-Jährigen, aber auch ohne Jugendspieler und ihre Fans erwarten nicht dies auch nicht, dass Jugendspieler, sich auf diese Art durchsetzen, wie sie es bei United tun.“



Kampfansage

Obwohl ManCity als Meister in die kommende Saison geht und damit auch der Favorit auf den Titel gilt, müssen die „Citizens“ erst den Stadtrivalen von United schlagen, um eine Chance auf die Titelverteidigung zu haben.

„City wird der Titelfavoriten sein, ohne Zweifel, aber ich mache mir überhaupt keine Sorgen", so der Trainer der „Red Devils“, bei denen er schon seit mehr als 25 Jahren auf der Bank sitzt, gegenüber dem Daily Mirror. Dabei setzt Sir Alex Ferguson auf die eigenen Stärken und Tugenden. „Machester United ist das Team, über welches man sich den Kopf zerbrechen muss, denn unsere Aufhol-Bilanz ist unglaublich.“


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