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Gary Neville: Manchester City wird die Liga nicht dominieren
Der ehemalige United-Verteidiger sprach in einem Interview darüber, was es bedeutet die Premier League wirklich zu führen.
Manchester. Es war vielleicht das spannendste Liga-Finale der Premier-League-Geschichte: Nach 91 Minuten brauchte Manchester City noch zwei Tore bis zur Meisterschaft - und schaffte das mit einem Last-Minute-Treffer von Sergio Agüero tatsächlich. Die hohe Brisanz dabei: Verlierende Partei war ausgerechnet Stadtrivale Manchester United! Gary Neville erklärt in einem Interview mit BBC, warum dies nicht der Anfang einer neuen Dominanz in England sei.Schwer zu dominieren
„Sehr selten kann ein Team das fortsetzen. Es ist eine schwer zu gewinnende Liga und die Möglichkeit, dass ein Team immer weiter siegt und sie dominiert - dafür ist es momentan zu früh zu spekulieren“, berichtete Neville BBC und ging dabei auf die Historie ein. „Manchester United hat das in den 90ern und den letzten zehn Jahren geschafft, Liverpool gelang es in den 1970ern und 1980ern. Es ist sehr schwer, über 15 bis 20 Jahre zu dominieren.“
Alles offen
„Wir werden sehen, was nächstes Jahr passiert. Das einfachste ist natürlich zu sagen, und das habe ich zuvor bereits einige Male gehört, dass City dominieren wird“, sagte er weiter und spielte in seiner Argumentation auf das dramatische Saisonfinale der abgelaufenen Saison an. „Wenn City die Liga am letzten Spieltag verloren hätte, würden die Leute sagen, dass United dominiert. Es passiert jedes Jahr, die Hoch- und Tiefreaktionen, die sich ereignen. Die Realität ist, dass es immer einen Herausforderer für den Champion geben wird.“
Nächstes Jahr United
Neville drückte weiter seine Überzeugung dafür aus, dass United in der nächsten Saison noch stärker zurück kommen und weit oben stehen wird: „Ich denke Manchester United wird wieder oben sein. Ich glaube nicht, dass irgendwer sich darüber lustig machen wird. Sir Alex Ferguson ist dort. Das hilft, weil er genau weiß, was es heißt, Erfolg zu haben, aber er hat in den letzten 20 Jahren auch gelernt, wie es sich anfühlt, zu verlieren.“
Mentale Stärke wichtig
Neville weiter: „Die Gruppe von Spielern, die dort ist, ist ebenfalls erfahren und schon eine Weile dabei. Demnach wissen sie, dass es um die Feinheiten geht - man kann nicht jedes einzelne Spiel gewinnen und es wird auch Enttäuschungen geben. Wichtig ist, wie man darauf reagiert. Alle Mannschaften haben Ansprüche und Manchester United ist da nicht anders. Man realisiert, dass man gegen andere solche Klubs antritt und man darf dabei nicht arrogant werden.“
Dienste für den englischen Fußball
Zwischen 1995 und 2007 bestritt Neville insgesamt 85 Spiele für die englische Nationalmannschaft. Seit 2012 gehört er zum Trainerstab von Roy Hodgson.
Für Manchester United absolvierte der mittlerweile 37-Jährige exakt 400 Spiele.
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