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Der 28-Jährige blüht nach dem wichtigen Treffer in der Champions League nun auch in der Liga auf. Als vorerst wichtigstes Ziel gibt er den vierten Tabellenplatz aus.

London. Mit drei Toren hatte Fernando Torres am Sonntagmittag großen Anteil am 6:1-Sieg gegen die Queens Park Rangers. Trotz des Final-Einzugs will er die Champions League vorzeitig über die Liga sichern.

Torfestivals an der Stamford Bridge

Im heimischen Stadion ließ man am 36. Spieltag den Abstiegsgefährdeten Queens Park Rangers keine Chance, mit 1:6 musste der Siebzehnte der Premier League die Stamford Bridge verlassen. Dabei schoss der so häufig kritisierte Fernando Torres drei Treffer - Sturridge, Terry und Malouda besorgten die restlichen Treffer.

Torres vor Durchbruch?

Für Torres war dies der erste Dreierpack beim FC Chelsea, der Spanier wurde nach enttäuschenden Spielen schon als einer der größten Transfer-Flops der Fußballgeschichte getitelt, in der letzten Woche sorgte er aber für eine Menge positiver Schlagzeilen: Zunächst setzte er dem großen FC Barcelona mit seinem Treffer in der letzten Minute den Knock-Out zu und nun führte er die Londoner zum souveränen Sieg in der Liga. Ist er also endlich in London angekommen?

Mehr Tore sollen folgen

Auf jeden Fall hält sich der 28-Jährige nicht zurück, was seine Ambitionen angeht: „Das war ein sehr wichtiges Resultat für uns, wir holen weiterhin Punkte - natürlich bin ich mit allen drei Toren sehr glücklich, hoffentlich sind es die Ersten von vielen. Viel wichtiger ist allerdings, dass das Team derzeit in der besten Saisonform ist, da nun all die wichtigen Spiele kommen“, berichtete er Sky Sports.

Ligaziel unverändert

Das Ziel der Blues ist eindeutig: Die Top-Vier in der Liga zu erreichen - und das obwohl man sich durch einen möglichen Champions-League-Triumph direkt für selbigen Wettbewerb in der Folge-Saison qualifizieren könnte.

„Es war eine sehr anstrengende Woche für uns, die von ebenso großer Wichtigkeit war - der Sieg gegen Barcelona und damit die Qualifikation zum Champions-League-Finale. Doch unser Liga-Ziel bleibt bestehen, wir wollen die Saison in den Top-Vier beenden und uns somit auf diesem Weg bereits die Champions League sichern“, erklärte er zielstrebig.

Newcastle patzt

Dabei spielt zumindest einer der Kontrahenten um den begehrten vierte Rang für die Konkurrenz: Newcastle unterlag am Samstag auswärts bei Wigan Athletic mit 0:4 und rutscht durch den Sieg von Tottenham auf den fünften Rang, einen Punkt vor Chelsea. „Wir möchten nun alle restlichen Spiele gewinnen, gerade durch das Ergebnis von Newcastle“, kommentierte Torres.

Erstes Saisonfinale am 37. Spieltag

Am kommenden Mittwoch kommt es nun zum direkten Aufeinandertreffen der Blues und der Magpies, für einen der beiden könnte das der wichtige Sieg in Richtung Königsklasse sein. „Das ist heftig, wir wissen, dass wir gewinnen müssen und sind uns bewusst, dass wir, abhängig vom Tottenham-Spiel, dann möglicherweise unter den ersten vier der Tabelle stehen“, weiß auch der Spanier.

Konzentration auf den jeweiligen Wettbewerb

De FC Chelsea steht am Saisonende noch vor einem extremen Programm, denn auch das FA Cup-Finale wurde erreicht, am kommenden Samstag wartet das Endspiel gegen Liverpool. Torres möchte sich aber auf jeden Wettbewerb gleichmäßig konzentrieren, denn gewonnen hat man noch nichts. „Wir können uns auf das FA Cup-Finale einstellen, doch zuvor müssen wir uns die Top 4 sichern. Das wichtigste Finale kommt dann erst ganz zum Schluss der Saison. Danach können wir von einer großartigen Saisonsprechen“, sagte er.

Großes Comeback

Dabei hätte noch in der Winterpause niemand mehr damit gerechnet, dass Chelsea letztendlich in zwei Finals stehen könnte. Zwischenzeitlich war man bereits weit abgeschlagen um das Top-Vier-Rennen, in der Champions League war man spätestens seit dem Viertelfinale großer Underdog, doch mit Di Matteo kam die Wende und nun könnte diese sogar noch zur erfolgreichsten Saison der Vereinsgeschichte werden, denn die wichtigste Trophäe im Vereinsfußball fehlt dem Verein von der Stamford Bridge noch immer.
„Es war schwer am Anfang, da wir keine guten Resultate einfahren konnten. Dann kam noch der Trainerwechsel mitten in der Saison, keiner hat mehr auf uns gewettet. Doch wir wussten, wenn wir im Team zusammenarbeiten, können wir unsere Ziele dennoch erreichen und nun stehen wir in zwei Finals und haben wahrscheinlich auch noch die Möglichkeit auf die Top-Vier“, stellt der Madrilene fest.

„Tore wichtiger als gut spielen“

Über seine derzeitige Torflut ist der ehemalige Star von Liverpool gar etwas ratlos. So sah er sich am Anfang der Saison in deutlich besserer Verfassung. In der vergangenen Woche dürfte ihm aber wohl endgültig klar geworden sein, dass Stürmer an Toren gemessen werden: „In der Vergangenheit habe ich mich gut gefühlt, sehr pfiffig, ich spielte auch sehr gut, doch ich konnte das Tor einfach nicht treffen - nun ist es anders. Um ehrlich zu sein spiele ich derzeit nicht so gut, wie vorher. Dafür schieße ich die Tore und das ist für einen Stürmer eben wichtiger und auch das Team profitiert einfach mehr davon.“

Rekordablösesumme für Torres

Torres war Anfang 2011 für rund 60 Millionen Euro von Liverpool nach Chelsea gewechselt. Bis heute ist dies die höchste Transferablöse, die innerhalb der Premier League jemals gezahlt wurde.

Eure Meinung: Ist Torres bei Chelsea nun endlich angekommen?

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