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Wegen Suarez und Evra: PFA-Chef Gordon Taylor glaubt, dass die „Respekt“-Kampagne fehlschlägt
Der Chef der Spielergewerkschaft meint, dass der Kampf gegen Rassismus einen empfindlichen Dämpfer erlitten hat, nachdem Luis Suarez Patrice Evra den Handschlag verweigert hat.
Von Fabian Zahner
Wieder Rassismus in England
Die Diskussionen um den (angeblichen) Rassismus in der Premier League gehen weiter. Seit Wochen wird über John Terry berichtet, der Anton Ferdinand von den Queen Park Rangers beleidigt haben soll und deshalb nicht mehr Kapitän der englischen Nationalelf ist. Solche Geschichten untergraben die Ziele der Kampagne.
Suarez lehnt Handschlag ab
Der uruguayische Stürmer Luis Suarez lehnte am Samstag vor Partie zwischen Manchester United und seinem FC Liverpool das Angebot eines Händedrucks von Patrice Evra ab. Es war das erste Spiel nach seiner acht Spiele lange dauernden Sperre, welche er kassiert hatte, nachdem er im vergangenen Oktober den dunkelhäutigen Verteidiger rassistisch beleidigt hatte. Das traditionelle Handschütteln zwischen allen gegnerischen Spielern vor den Spielen wurde von der „Respekt“-Kampagne ins Spiel gebracht und man erwartete, dass die beiden Streithähne die Vergangenheit hinter sich lassen würden.
„Das Prinzip ist zerfetzt“
PFA-Chef Taylor war schockiert über das, was sich abspielte. Zu Sky Sports News sagte er: „In diesem Moment ist es (das Prinzip der Kampagne) verdorben und man könnte fast sagen, dass es zerfetzt wurde. Aber wir müssen es wieder aufbauen. Niemand hat jemals gesagt, dass der Kampf gegen Rassismus einfach sein würde.“
Hoffnung auf sauberen Handschlag
Er fügte an: „Wir hatten sehr gehofft, dass der Händedruck sauber über die Bühne gehen würde und dass wir einen Schlussstrich ziehen können. Jeder weiß, was passiert ist. Aber es war wohl die Art und Weise, wie der Handschlag abgelehnt wurde, was die Situation verschärfte und entzündete. Es ist natürlich besonders enttäuschend und ärgerlich. Es ist etwas, das wir nicht ignorieren können, wenn wir mit unserem Kampf gegen Rassismus erfolgreich sein wollen.“
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