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United-Verteidiger Rio Ferdinand: „Ich habe jeglichen Respekt vor Luis Suarez verloren“
Nachdem Luis Suarez den Handschlag vor der Partie mit Patrica Evra verweigerte, entschied sich Rio Ferdinand im Gegenzug auch dazu, dem Liverpooler nicht die Hand zu geben.
Von Philipp Theobald
Manchester. Dem Eklat folgte die Revanche: Rio Ferdinand von Manchester United entschied sich am Samstag in Old Trafford dazu, Liverpool-Stürmer Luis Suarez nicht die Hand zu schütteln. Zuvor hatte er gesehen, dass dieser den Handschlag mit United-Verteidiger Patrice Evra verweigerte.
„Er hätte sich seinen Fehler eingestehen sollen“
Gegenüber MUTV erklärte Ferdinand sein Verhalten. „Nachdem ich das gesehen hatte, entschied ich mich dazu, ihm nicht die Hand zu schütteln. Den Respekt, der in dieser Situation angemessen gewesen wäre, brachte Suarez nicht auf. Er hätte 'sorry' sagen müssen und sich seinen Fehler eingestehen sollen. Nach dieser Aktion habe ich jeglichen Respekt vor ihm verloren, “ so der 33-Jährige.
Gesprächsthema Nummer eins in England
Der unterlassene Handschlag ist aktuell DAS Thema in der britischen Medienwelt. „Es ist derzeit in heißes Thema. Es wäre alles nicht so hochgekocht worden, wenn es den Handschlag zwischen den beiden gegeben hätte“, sagte der englische Nationalspieler Ferdinand weiter. Grund für die Antipathie zwischen Evra und Suarez ist ein Vorfall aus dem vergangenen Herbst: Da hatte sich Evra beklagt, er sei vom Uruguayer rassistisch beleidigt worden. Es folgte ein Untersuchung, anschließend wurde der Liverpooler schuldig gesprochen und lange gesperrt.
Startelf-Comeback von Suarez
Nach seiner Acht-Spiele-Sperre feierte Suarez ausgerechnet gestern im Spiel gegen Manchester United sein Startelf-Comeback. „Es ist eine Menge passiert, sowohl auf als auch neben dem Spielfeld. Aber das Ergebnis war heute das Wichtigste“, verkündete United-Trainer Sir Alex Fergusen im Anschluss an den 2:1-Sieg seiner Mannschaft.
Auch Ferguson erhofft sich, dass in Zukunft der Fußball wieder vermehrt in den Mittelpunkt rückt. „Die Atmosphäre war unglaublich. Ich denke, dass beide Fanlager fair waren - das war sehr erfreulich. Hoffentlich können wir nun wieder mehr über Fußball sprechen“, so der 70-jährige Coach.
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