Arsenal braucht einen Rooney

Nicht nur die Art, wie sich die beiden Teams am Sonntag ihre Torchancen herausspielten, war verschieden. Auch vor dem Kasten zeigte sich ein Unterschied: Während es für Edwin van der Sar keine große Beschäftigung gab, waren die Gäste in Person von Wayne Rooney direkt, durchsetzungsstark und zielstrebig.

EPL: Wayne Rooney, Birmingham City v Manchester United (Getty Images)
(dab) London. Das System des FC Arsenal und das von Manchester United war im Spitzenspiel der englischen Premier League dasselbe: Beide Klubs operierten mit einem echten Stürmer, der von zwei offensiven Mittelfeldspielern unterstützt werden sollte. Und an diesem Stoßstürmer ließ sich auch der Grund ausmachen, warum die Partie schließlich 1:3 (0:2) ausging.

In die Mitte

Für den FC Arsenal musste Andrey Arshavin ins Sturmzentrum, weil die anderen Kandidaten für die Position entweder verletzt (Robin van Persie und Eduardo) oder noch nicht richtig fit (Nicklas Bendtner) waren. Dabei fühlt sich der Russe nicht nur auf dem Flügel wohler, sondern lieferte dort auch seine besseren Spiele ab.

Ohne Überzeugung

Schlecht war Arshavin am Sonntag auf keinen Fall - aber glücklos und etwas zaghaft. Allein in der ersten Halbzeit hatte er drei gute Chancen, doch er schob in schöner Regelmäßigkeit die Kugel knapp neben das United-Tor. Es fehlte irgendwie die Überzeugung, die Sicherheit, um das Tor zu machen, das Arsenal schon in der ersten Hälfte brauchte.

Rooney beeindruckt Arsenal

Bei Manchester Uniteds einzigem Stürmer Wayne Rooney kommt das Wort „zaghaft” nicht im Wortschatz vor. Nach seinen 19 Saisontoren war der Angreifer am Sonntag mit derart viel Selbstvertrauen ausgestattet, dass sich auch die Arsenal-Verteidiger davon beeindrucken ließen. Eine bezeichnende Szene: Bei einem Konter in der zweiten Halbzeit machte sich Arsenals Emmanuel Eboué vor Schreck lang, als er Rooney auf sich zukommen sah.

Ohne Zögern

Rooney fackelte wie immer nicht lange und traf zum 0:2 - seinem 100. Tor in der Premier League. Wo Arshavin vielleicht noch einmal einen Haken gemacht oder das Tor noch einmal anvisiert hätte, haute der United-Stürmer einfach drauf und hatte Erfolg. Es ist ein verlockendes Gedankenspiel: Wie wäre das Spiel gelaufen, wenn beide Mannschaften ihren einzigen echten Stürmer vor dem Anpfiff getauscht hätten? Wahrscheinlich hätte es die These bestätigt: Der FC Arsenal braucht einen wie Rooney.

Eure Meinung: Braucht der FC Arsenal einen durchsetzungsstarken Stürmer wie Wayne Rooney oder ist der Versuch schon mit Emmanuel Adebayor oder Nicklas Bendtner schief gegangen?


 
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