Zeugnis: Die Saison von Arsenal London

Die Saison ist Geschichte. Die Spielzeit 2008/09 ist abgepfiffen. Bevor jetzt die Mannschaften in ihre wohlverdienten Sommerferien gehen, hat sich die Redaktion zusammengesetzt: Klassenkonferenz! Welcher Club schafft die Versetzung, wer bleibt sitzen? Das große Goal.com-Zeugnis verrät Stärken und Schwächen aller Teams und hat die Leistungen der Beteiligten entsprechend benotet – von sehr gut bis ungenügend.

EPL: Manuel Almunia, Manchester City v Arsenal (PA)
(ab) London. Dass Arsenal London guten Fußball spielen kann, hat das Team in der letzten Saison mehr als einmal bewiesen. Doch in den letzten Spielen, wo es um etwas ging - nämlich das Champions-League-Finale und die direkte Qualifikation für die Königsklasse in der kommenden Saison - da versagten den Spielern teilweise die Nerven. Arsenal ist nun schon seit vier Jahren ohne Titel. Von einer verlorenen Saison zu reden, ist trotzdem zu viel des Guten, denn das Erreichen des Halbfinals der Königsklasse ist ein Erfolg, genauso wie der vierte Platz in der Premier League. Dem Team von Coach Arsene Wenger muss außerdem zu Gute gehalten werden, dass einige wichtige Spieler wie Cesc Fabregas über einen längeren Zeitraum verletzt ausfielen.

TOR – Note: gut (2)

Manuel Almunia spielte eine gute Saison und bewahrte sein Team mit starken Paraden des Öfteren vor unnötigen Gegentoren. Der Spanier kam zur Saison 2004/05 aus Celta Vigo und musste sich zunächst, auch aufgrund bestenfalls mäßiger Leistungen, hinter Jens Lehmann einreihen. Almunia kassierte in 32 Ligaspielen im Schnitt weniger als ein Tor pro Partie (0,84), das weckte das Interesse anderer Vereine und zwischenzeitlich war sogar über eine Zukunft im Tor des englischen Nationalteams spekuliert worden.

ABWEHR – Note: noch befriedigend (3-)

Coach Arsene Wenger ließ nach dem Ende der Saison kein gutes Haar an seiner Abwehr. „Die Defensivleistung ist ein Bereich an dem wir arbeiten müssen und den wir verbessern wollen“, sagte Wenger zu 37 Gegentoren in 38 Saisonspielen. Pech war, dass die Abwehr wegen anhaltender Verletzungssorgen öfter neu formiert werden musste. Wenger will neue Verteidiger und machte mit der Verpflichtung von Thomas Vermaelen den Anfang. Weitere werden folgen.

MITTELFELD – Note: voll befriedigend (3+)

Im Mittelfeld hatte Arsenal über 38 Spieltage die meisten Sorgen. Mal fehlte Cesc Fabregas wegen einer Verletzung, dann fiel Theo Walcott aus und an einen Einsatz von Tomas Rosicky war gar nicht zu denken. Trotzdem machte das Mittelfeld der Gunners seine Sache gut, allen voran Samir Nasri, der sich in seiner ersten Saison bei Arsenal gleich gut einfügte. Dem Franzosen gelangen sogar sechs Saisontreffer. Defensiv konnten Song und Denilson überzeugen.

STURM – Note: gut (2)

Der Transfer von Andrey Arshavin war ein Glücksgriff für Arsenal. Der Russe fügte sich mit seinem ersten Spiel gleich gut ein und spielte sich in die Startelf. Arshavin gelangen sechs Treffer (davon vier gegen Liverpool) in zwölf Spielen. Robin van Persie fiel lange Zeit verletzt aus, zeigte zum Saisonende aber, wie wichtig er sein kann. Adebayor und Bendtner sahen sich oft harter Kritik ausgesetzt. In der Hinterhand hat Wenger noch Eduardo, der in der neuen Saison wieder angreifen will.

TRAINER & MANAGEMENT – Note: gut (2)

Der Franzose hat es einmal mehr geschafft, das Beste aus einer prekären Situation zu machen. Schaffte es, junge Spieler und Neuzugänge wie Samir Nasri und Arshavin im Team zu integrieren und zu etablieren. Platz vier in der Liga und das Erreichen des Halbfinales der Champions League sind, trotz einiger Schwächephasen, große Erfolge. Auch in der nächsten Saison stehen Wenger kaum finanzielle Mittel für Neueinkäufe zur Verfügung, er muss wieder einmal zaubern. Aber das und seine Liebe zu Arsenal zeichnen ihn aus. Ein gut dotiertes Angebot von Real Madrid lehnte er ab.

SAISON – Note: voll befriedigend (3+)

Arsenal London spielte eine gute Saison. Das Team schaffte es immerhin ins Halbfinale der Champions League und wurde Vierter in einer der stärksten Ligen der Welt. Man muss aber auch die Schwächephasen sehen, und besonders die schlechte Leistung im Halbfinal-Rückspiel der Königsklasse gegen Manchester United. Zudem konnte im vierten Jahr hintereinander kein Titel geholt werden. Es war nicht alles Gold was glänzt, aber insgesamt kann Arsenal zufrieden sein.

Zum Transfermarkt von Arsenal London


Arsenal London: Gewinner & Verlierer

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