thumbnail Hallo,
Financial Fair Play: Michel Platini verhängt anscheinend harte Strafen

Wohl harte Strafe der UEFA gegen Manchester City und Paris Saint-Germain

Financial Fair Play: Michel Platini verhängt anscheinend harte Strafen

Die UEFA setzt ihr Financial Fair Play jetzt offenbar hart durch, PSG und Manchester drohen Strafen. Beide Klubs könnten demnächst auf dem Transfermarkt stark eingeschränkt werden.

Nyon. Die UEFA setzt das Financial Fair Play weiter durch, jetzt geht es übereinstimmenden Medienberichten zufolge unter anderem Manchester City und Paris St. Germain an den Kragen. Beide Klubs profitieren von Investorengeldern und sollen gegen die Auflagen des Financial Fair Plays verstoßen haben. City will sich allerdings offenbar wehren.

Laut Telegraph müssen die Engländer eine Strafe von rund 60 Millionen Euro zahlen, die höchste Strafe in der Geschichte des Fußballs. Darüber hinaus dürfe der Klub in der kommenden Champions-League-Saison nur 21 statt 25 Spieler für den Kader nominieren. Ob Manchester noch weitere Strafen drohen, ist nicht bekannt. Sollte Manchester die Frist verstreichen lassen, würde die Untersuchungskammer des FKKK den Fall an die rechtsprechende Kammer weiterleiten. Sollte diese nach einer erneuten Untersuchung zu den gleichen Ergebnissen kommen, werden entsprechende (höhere) Strafen ausgesprochen.

City: Sponsor trägt ¾ der Schulden

Grund ist das Urteil des Club Financial Control Body (CFCB), dass Citys Vertrag mit Sponsor Etihad, der dem Klub über 42 Millionen Euro im Jahr einbringt, nicht in den notwendigen finanziellen Ausgleich mit einbezogen werden darf. Damit hätte City zwischen 2011 und 2013 anstatt der vom Verband zugelassenen Verluste von 45,2 Millionen Euro insgesamt Rote Zahlen in Höhe von 181,2 Millionen Euro geschrieben.

Allerdings betonten Klubverantwortliche zuletzt, dass man, unter Berücksichtigung einiger Außnahmen, auf dem Weg zu Schwarzen Zahlen sei. Von insgesamt neun Klubs, denen eine Strafe droht, soll City der einzige sein, der über einen Einspruch nachdenkt. Vor allem Manchester und Paris waren aufgrund höchst fragwürdiger Sponsorenverträge quasi seit Implementierung des Financial Fairplay in den Fokus der UEFA geraten.

Weil City "nur" rund 42 Millionen Euro jährlich von seinem Sponsor Etihad erhält und sich PSG mit seinen 203 Millionen Euro von der katarischen Tourismus Behörde deutlich darüber befindet, forderte Manchesters Klub-Boss Ferran Soriano eine "glimpflichere Strafe".

PSG stimmt vier Strafen zu

PSG, dessen Vertrag mit der Qatar Tourism Authority über 203 Millionen Euro im Jahr ebenfalls nicht mit in die Bewertung des CFCB einfließen darf, hat sich dagegen nach Informationen der L'Equipe bereits mit der UEFA auf vier Sanktionen verständigt und der Bestrafung zugestimmt. Somit muss auch Paris eine Strafe von 60 Millionen Euro über drei Jahre zahlen und darf nur 21 Spieler für die Champions League nominieren.

Acht dieser Spieler müssen lokal ausgebildet worden sein. Darüber hinaus darf PSG das Gehaltsgefüge von insgesamt 240 Millionen Euro im Jahr, europaweit das höchste, nicht weiter anheben. Außerdem werden auch die Transfermöglichkeiten limitiert: So ist es dem Klub zwar erlaubt, einen Spieler für 60 Millionen Euro zu kaufen, aber nicht zwei Spieler für 30 Millionen oder drei Spieler für 20 Millionen Euro.

Weiterhin International spielberechtigt

Ein Ausschluss aus der Champions League droht derweil wohl keinem der beiden Klubs. UEFA-Präsident Michel Platini hatte kürzlich erklärt, dass er gegen generelle Disqualifikationen sei, gleichzeitig aber betont: "Ich bin auch nicht gegen Bestrafungen. Wenn Vereine gegen die Regeln verstoßen, müssen sie die Konsequenzen tragen."

Dazugehörig