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Andre Schürrle: "Diese Auszeichnung macht mich stolz"

In Berlin wurden Chelseas Andre Schürrle und die Trainerin der Frauen-Nationalmannschaft Katars, Monika Staab, von der Initiative DEUTSCHER FUßBALL BOTSCHAFTER ausgezeichnet.

Berlin . Andre Schürrle ist Deutscher Fußball-Botschafter 2014! Im Auswärtigen Amt Berlin zeichnete die gleichnamige Initiative den Mittelfeldspieler von Chelsea am Montagabend mit dem Publikumspreis aus. Zu den weiteren Preisträgern des Abends gehörten Monika Staab und Rudi Gutendorf.

Die Initiative Deutscher Fußball Botschafter ehrt jährlich deutsche Trainer und Spieler im Ausland und würdigt neben dem sportlichen Einsatz vor allem auch das soziale Engagement der Nominierten und Preisträger. 2013 gewannen Real Madrids Sami Khedira und Globetrotter-Trainer Holger Obermann die Auszeichnung, die vor einem Jahr noch in Nürnberg vergeben wurde. Goal berichtete als Medienpartner damals live vor Ort.

Der Publikumspreis wurde auch dieses Jahr wieder aus elf nominierten Spielerinnen und Spielern per Online-Voting ermittelt, bei dem über 37 000 Stimmen abgegeben wurden. Hier setzte sich England-Legionär Schürrle durch. "Diese Auszeichnung macht mich sehr stolz, ich will meiner Vorbildfunktion natürlich immer gerecht werden", sagte ein erfreuter Schürrle live aus London zugeschaltet. Der 23-jährige Pfälzer war erst im Sommer 2013 von Bayer Leverkusen nach London gewechselt, wo er sich "unglaublich wohl" fühlt.

In seiner ersten Saison bei Chelsea kommt der offensive Mittelfeldspieler auf 15 Startelfeinsätze und sieben Tore. Den Fußball in der Premier League beschrieb Schürrle als "robuster und mit mehr Zweikämpfen". Für die WM in Brasilien schätzt der deutsche Nationalspieler die südamerikanischen Mannschaften auf dem heimischen Kontinent als "sehr stark" ein, sieht Deutschland aber auch als "Mitfavorit". Sein Preisgeld spendete Schürrle der Chelsea FC Foundation, die Fußball-Projekte für Kinder unterstützt.

Den Hauptpreis, der an Trainer im Ausland geht, gewann die Trainerin der katarischen Frauennationalmannschaft, Monika Staab. Neben der 55-Jährigen waren auch Klaus Stärk, Direktor des Namibischen Verbandes, und Winfried Schäfer nominiert, der die Nationalmannschaft Jamaikas betreut. Die beim DFB für Frauenfußball verantwortliche Direktorin Steffi Jones würdigte Staabs Arbeit in Anwesenheit von Außenminister Frank-Walter Steinmeier als ein "handfestes Stück Diplomatie" und erinnerte an die Arbeit deutscher Trainer im Ausland seit den 60er Jahren.

Bei dem Preis für Staab handelt es sich um einen Jury-Preis, der von einer fünfköpfigen Expertengruppe  - darunter Uwe Seeler, Doris Fitschen oder kicker -Herausgeber Rainer Holzschuh - verliehen wird. Einen Ehrenpreis erhielt zudem Trainer-Legende Rudi Gutendorf, der in seiner Karrierre 29 Mannschaften in 56 Ländern unter seine Fittiche genommen hatte. Konrad Adenauer hatten den jungen Trainer 1961, in Zeiten des Kalten Krieges mit dem Motto: "Machenses jot, sonst holen die einen aus der Zone" in die Welt geschickt.

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