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Die FA will zunächst die Ermittlungen abwarten, bevor sie Konsequenzen bezüglich der Rassismus-Vorwürfe gegen englische Fans einleitet. Allerdings nehme man das Thema äußerst ernst

London. Der englische Fußballverband FA behandelt die Rassismus-Vorwürfe gegen einige englische Fans aus dem WM-Qualifikationsspiel in San Marino noch mit Vorsicht. Man nehme die Sache ernst, wolle aber zunächst die Ermittlungen abwarten.

„Noch haben wir keine Aufzeichnungen eines spezifischen diskriminierenden Gesangs gegen Rio und Anton Ferdinand und den abscheulichen Freudenfeuer-Gesang entdeckt. Aber natürlich werden wir unsere Suche fortsetzen und alle Aufzeichnungen durchgehen“, erklärte die FA in einem Statement, betonte aber auch, dass man alle Rassismus-Vorwürfe extrem ernst nehme.

Während des 8:0-Sieges im WM-Qualifikationsspiel in San Marino am Freitag sollen einige englische Fans Lieder gegen Rio Ferdinand gesungen haben, der wegen einer Rückenverletzung auf sein Comeback in der Nationalmannschaft verzichtete, dann aber in den Nahen Osten geflogen war, um als TV-Experte zu arbeiten

Auch gegen Rio Ferdinands Bruder Anton sollen sich einige Lieder gerichtet haben. Unter anderem habe es darin geheißen, dass beide in einem Freudenfeuer verbrannt werden sollen. Die Anti-Rassismus-Organisation FARE hatte daraufhin bestätigt, dass sie offiziell Beschwerde eingelegt hat.



FA will mit FIFA zusammenarbeiten

„Wir wissen, dass die Verantwortung der FARE, jeden Vorfall der FIFA zu melden, wichtig ist“, erklärte die FA weiter. Außerdem wolle man mit der FIFA eng zusammenarbeiten und versuchen, den Vorfall aufzudecken.
Sollten Beweise für die Vorwürfe auftauchen, drohen zumindest Stadionverbote. „Wir wollen nicht dass Fans, die abscheuliche oder rassistische Lieder singen, der Nationalmannschaft hinterher reisen“, ließ die FA weiter verlauten.

Man werde weiterhin „alle nötigen Maßnahmen ergreifen, um sicher zu stellen, dass sich unsere Fans angemessen verhalten.“ Darüber hinaus forderte der Verband die Fans auf, die „No Surrender“-Gesänge zu unterlassen, die sich gegen die IRA richten und oftmals, während die Nationalhymne abgespielt wird, zu hören sind.

EURE MEINUNG: Wie sollte der englische Verband in dieser Angelegenheit entscheiden?

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