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Der 67-Jährige befürchtet eine Rückkehr der Verhältnisse vergangener Jahrzehnte und fordert Maßnahmen offizieller Institutionen.

England. Der Chef der englischen Fußballergewerkschaft „Professional Footballers' Association“ Gordon Taylor warnt aufgrund der jüngsten Vorfälle im englischen Fußball vor einer „Selbstzerstörung“ und der Rückkehr zu den „dunklen Tagen“. Er fordert von den Verantwortlichen Gegenmaßnahmen, damit Betrug, Rassismus und Hooliganismus eingedämmt werden.

„Es gibt viel Ärger und Aggression“

Die Vorfälle von Rassismus, der Münzwurf gegen Rio Ferdinand im Manchester-Derby und die zahlreichen Schwalben in den letzten Wochen seien für Taylor warnende Beispiele. „Es gibt viel Ärger und Aggression und ich sorge mich, dass Bereiche der Gesellschaft vergiftet sind und sich das auf den Fußball überträgt. Wir haben großartige Spiele und wir müssen nicht zurück zur Vergangenheit. Es darf keine Selbstzerstörung zugelassen werden“, sagte er zu Reportern.

Einsatz von technischen Hilfsmitteln

Taylor fordert unter anderem den Einsatz von technischen Hilfsmitteln, damit Schwalben von Schiedsrichtern sofort geahndet werden können. „Wir haben darüber diskutiert, wie wir am besten mit Betrugsversuchen umgehen. Es geht nicht nur um Schwalben, sondern auch um Schauspielerei. Ich denke, es ist unvermeidlich, dass die Torlinientechnologie, wenn sie kommt, auch für Situationen im Strafraum eingesetzt wird“, erklärte Taylor.
Er fügte an: „Die Zuschauer werden das akzeptieren und es wird einfach sein, eine Schwalbe zu erkennen. Der vierte Offizielle könnte es am Bildschirm überprüfen. Wir glauben auch, dass es eine Möglichkeit geben müsste, die Wiederholung anzusehen, so wie es die Rugby League bei gewissen Szenen macht. Nach der Benachrichtigung kann die Strafe ausgesprochen werden.“

Vertragsklauseln gegen Rassismus

Um rassistische Vorkommnisse in Zukunft zu vermeiden, glaubt Taylor an das Modell des FC Barcelona, wobei eine entsprechende Klausel im Vertrag jedes Spielers festgeschrieben wird. „Barcelona nimmt das sehr ernst und es ist Teil jedes Kontraktes, wonach man für rassistische Beschimpfungen entlassen werden kann“, so der PFA-Chef.

EURE MEINUNG: Besteht die Gefahr einer „Selbstzerstörung“ im englischen Fußball?

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