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Englands Nationaltrainer fordert, mehr Zeit in das Entwickeln und in die Förderung von jungen Spielern zu investieren, um England wieder konkurrenzfähig zu machen.

London. Englands Nationaltrainer Roy Hodgson hat zu einer kompletten Neubewertung des englischen Fußballs aufgerufen, um in der internationalen Spitze wieder konkurrenzfähig zu werden. Es müsse endlich wieder Zeit in das Entwickeln und in die Förderung von Spielern gesteckt werden.

Hinterfragen und umgestalten

Nach Meinung des 65-Jährigen müsse man das englische Spiel hinterfragen und die traditionellen Methoden umgestalten. „Viele Mannschaften, die wir als zweitrangige Teams betrachteten, haben härter an ihrem Spiel gearbeitet“, wird Hodgson bei Soccernet zitiert.

Als Beispiel einer Mannschaft, der England nacheifern solle, führte er Welt- und Europameister Spanien an. Auch auf die strikte Spielphilosophie des Deutschen Nationalteams und dessen viele Talente verwies Hodgson.

Vertrauen und Geduld für die Talente

„Wir müssen anfangen Spieler zu produzieren und uns sehr, sehr gut um sie kümmern“, so der frühere Trainer von Inter Mailand und des FC Liverpool weiter.

Diesen talentierten Spielern müsse man dann das vollste Vertrauen schenken und Geduld mitbringen: „Selbst wenn sie in ihren Vereinen keine Stammspieler sind, müssen wir diese Spieler entwickeln und akzeptieren, dass wir an ihrem Spiel arbeiten müssen, wenn wir besser werden wollen.“

Verständnis für die Schiedsrichter

Allerdings unterstrich Hodgson, dass eine Umgestaltung der traditionellen Fußballmethoden keine Garantie für Erfolg im internationalen Fußball sei, da in Turnieren auch Glück oder die Entscheidungen von Schiedsrichtern eine Rolle spielten.

In diesem Zusammenhang forderte er, mehr Verständnis für die Referees aufzubringen: „Der Unparteiische muss in normaler Geschwindigkeit entscheiden, aber die Experten, die analysieren, verwenden dafür Hunderte von Kameras und Zeitlupe.“

Darüber hinaus sprach er sich für den Einsatz von technischen Hilfsmitteln aus: „Wir erlauben keine Technik, also ist vielleicht die Zeit gekommen, den Druck von den Schiedsrichtern zu nehmen. Wenn wir nicht wie beim Kricket oder Rugby Videos benutzen, müssen wir akzeptieren, dass es immer Fehler geben wird.“

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