ManUnited: Coach Ferguson verteidigt die Glazers
Der Manager der „Red Devils“ kann die Kritik an der Besitzerfamilie nicht nachvollziehen.
„Das ist unfair“
„Unsere Schulden resultieren daraus, dass der Verein von einem neuen Eigentümer gekauft wurde. Jeder weiß doch, dass ein Unternehmen immer mit Schulden gekauft wird. Aber weil wir ein Fußballklub sind, ruft es nun so ein negatives Echo von Fans und Medien hervor. Aber als Manchester United an die Börse ging, war klar, dass der Verein irgendwann gekauft wird. Dieser Schritt war doch unausweichlich. Nun hat eine bestimmte Familie den Klub gekauft und ich halte die Kritik an den Glazers für unfair, schließlich hätte jeder andere ebenso die Möglichkeit gehabt, den Verein zu erwerben“, erläuterte Ferguson.
Keine Beschränkungen bei Transfers
Seit zwei Jahren hält sich der Champions-League-Gewinner von 2008 auf dem Transfermarkt zurück. Fans und Kritiker vermuten, die Glazers stellten Ferguson angesichts der finanziellen Lage nur ein begrenztes Budget für Neuverpflichtungen zu Verfügung. Der schottische Coach widerspricht: „Ich muss ehrlich sagen, dass sie ihre Aufgabe sehr gut machen. Sie unterstützen mich und meine Helfer und sie unterstützen unsere Spieler. Wenn ich nach Geld für einen neuen Spieler gefragt habe, wurde ich nie zurückgewiesen. Ich mache also so weiter, wie ich es will und darf, denn ich kann mich nicht beschweren.“

Rücktritt ist kein Thema
Trotz seiner 68 Jahre denkt der Schotte noch nicht darüber nach, seine Laufbahn zu beenden. Ferguson, der in sein 25. Amtsjahr in Manchester geht, sagte: „Ich bin beim richtigen Klub. Es ist ein fantastischer Verein, der jeden Tag eine neue Herausforderung für mich darstellt. Wir wollen immer oben stehen und das hilft mir. Man braucht eine natürliche Energie und glücklicherweise bin ich damit gesegnet. Ich bin sehr glücklich und solange meine Gesundheit es zulässt, werde ich weitermachen.“
„Es war eine Qual“
Vor der Saison 2001/02 hatte Ferguson seinen Rücktritt angekündigt, nahm davon aber schnell wieder Abstand. „Das war ein absolutes Desaster. Es war eine Qual. Meine Frau hat mich zu dem Sinneswandel gebracht und sie lag goldrichtig. Ich glaube, ich wäre ihr schon nach kurzer Zeit zu Hause auf den Wecker gefallen. Nun, wenn die Zeit für mich kommt aufzuhören, dann wird es dem Verein gut gehen.“
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