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Arsenal gegen Chelsea: Zwei Welten prallen beim Londoner Derby aufeinander
Am Sonntag kommt es in England zum Clash zwischen dem Arsenal FC und dem FC Chelsea. Beim Duell der beiden Hauptstadtvertreter der „Fab Four“ geht es nicht nur sportlich um den Erst- gegen den Drittplatzierten der Premier League, sondern vor allem um die Ehre. Beim Londoner Derby prallen zwar zwei Clubs aus derselben Stadt aufeinander, die jedoch Welten unterscheiden.
Von François DUCHATEAU
London. Auch wenn die „Blues“ und die „Gunners“ aus ein und derselben Stadt stammen, könnten die ideologischen Differenzen kaum größer sein.
Holloway gegen Chelsea: Das Elend trifft auf die „Bonzen“
Während der FC Arsenal seinen Ursprung 1886 von Arbeiterhand im Islingtoner Bezirk Holloway im Londoner Norden nahm, sind die „Blues“ im gleichnamigen Stadtteil Chelsea zuhause, das im Westen liegt. Während in den letzten beiden Jahrhunderten der Ortsteil vor allem als Künstlerschmelztiegel bekannt wurde, wo bekannte Persönlichkeiten von Mick Jagger, Bob Marley, Margaret Thatcher, Oscar Wilde, Virginia Woolf hausten und in den 1960er und 1970er Jahren die Punk- & Hippieszene tobte, ist Chelsea mittlerweile als Wohlstandsviertel verschrien, wo die „Bonzen“ ihr Geld lassen. Die andere Seite der Medaille findet man Holloway, einem der Problemviertel der Stadt, wo sich das Elend kesselt und Industriearbeiter bis tief in die Nacht in Fabriken schufteten. In den letzten Jahren ging es jedoch glücklicherweise steil bergauf mit dem Stadtteil, woran auch die Entwicklung des FC Arsenal erheblichen Anteil dran hatte, der zum Beispiel sein neues Emirates Stadium dort errichten ließ.
Multi-Kulti gegen Club von Welt
„Diese Tatsache ist auch Sinnbild für den Wandel der Fanbase in der Premier League“, erklärt Ewan Macdonald, Chefredakteur der internationalen Goal.com-Website. „Durch die überteuerten Ticketpreise sind die ganz normalen Arbeiter längst aus den Stadien herausgetrieben worden. Sie findet man schon eine Weile nicht mehr an den Spieltagen vor.“ Durch ihren sportlichen Aufstieg, die jüngsten Erfolge und die internationale TV-Vermarktung sind Arsenal und Chelsea längst zu metropoliten Clubs mutiert und haben Fans auf der ganzen Welt. Historisch gesehen waren jedoch bis vor kurzem vor allem die „Gunners“ international, betrug der Ausländerteil im Norden stets immer deutlich mehr als die Hälfte. Vor allem Inder und Afrikaner sind hier zuhause, deswegen kann man sich durchaus mit der multi-kulti-Zusammenstellung Wengers identifizieren, in der nicht unbedingt immer ein Brite in der Startelf stehen muss.
Starke Hooligan-Szene bei den „Blues“ in den 80ern
Dem gegenüber stand in den 1980er Jahren noch die Hooligan-Szene der „Blues“, die damals noch einen starken rechten Flügel hatte. Das niedere Arbeitervolk mag zwar aus den Stadien verbannt sein durch die hohen Ticketpreise auf der Insel, „doch Hooligans kommen nicht unbedingt aus dieser Gesellschaftsklasse“, so Macdonald. Und sowieso: Auch wenn es im Stadion friedlich ablaufen mag, so geht die echte Krawalle meist draußen vorm Stadion los.“
„Es geht um mehr mittlerweile“
„Natürlich wird dies ein hitziges Derby“, prophezeit Macdonald. „Durch den sportlichen Aufstieg beider Teams geht es einfach um mehr. Die Brisanz dieser Partie hat zugenommen in den letzten Jahren, auch wenn die Sicherheitsstufe bei beiden Clubs gegen ihrer traditionellen Rivalen Fulham (Chelsea) und Tottenham (Arsenal) noch höher sein wird. Dennoch bleibt dieses Derby gefährlich.“
Arsenal gegen Chelsea: Für wen schlägt Euer Herz? Wer wird das Derby gewinnen?
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Während der FC Arsenal seinen Ursprung 1886 von Arbeiterhand im Islingtoner Bezirk Holloway im Londoner Norden nahm, sind die „Blues“ im gleichnamigen Stadtteil Chelsea zuhause, das im Westen liegt. Während in den letzten beiden Jahrhunderten der Ortsteil vor allem als Künstlerschmelztiegel bekannt wurde, wo bekannte Persönlichkeiten von Mick Jagger, Bob Marley, Margaret Thatcher, Oscar Wilde, Virginia Woolf hausten und in den 1960er und 1970er Jahren die Punk- & Hippieszene tobte, ist Chelsea mittlerweile als Wohlstandsviertel verschrien, wo die „Bonzen“ ihr Geld lassen. Die andere Seite der Medaille findet man Holloway, einem der Problemviertel der Stadt, wo sich das Elend kesselt und Industriearbeiter bis tief in die Nacht in Fabriken schufteten. In den letzten Jahren ging es jedoch glücklicherweise steil bergauf mit dem Stadtteil, woran auch die Entwicklung des FC Arsenal erheblichen Anteil dran hatte, der zum Beispiel sein neues Emirates Stadium dort errichten ließ.
Multi-Kulti gegen Club von Welt
„Diese Tatsache ist auch Sinnbild für den Wandel der Fanbase in der Premier League“, erklärt Ewan Macdonald, Chefredakteur der internationalen Goal.com-Website. „Durch die überteuerten Ticketpreise sind die ganz normalen Arbeiter längst aus den Stadien herausgetrieben worden. Sie findet man schon eine Weile nicht mehr an den Spieltagen vor.“ Durch ihren sportlichen Aufstieg, die jüngsten Erfolge und die internationale TV-Vermarktung sind Arsenal und Chelsea längst zu metropoliten Clubs mutiert und haben Fans auf der ganzen Welt. Historisch gesehen waren jedoch bis vor kurzem vor allem die „Gunners“ international, betrug der Ausländerteil im Norden stets immer deutlich mehr als die Hälfte. Vor allem Inder und Afrikaner sind hier zuhause, deswegen kann man sich durchaus mit der multi-kulti-Zusammenstellung Wengers identifizieren, in der nicht unbedingt immer ein Brite in der Startelf stehen muss.
Starke Hooligan-Szene bei den „Blues“ in den 80ern
Dem gegenüber stand in den 1980er Jahren noch die Hooligan-Szene der „Blues“, die damals noch einen starken rechten Flügel hatte. Das niedere Arbeitervolk mag zwar aus den Stadien verbannt sein durch die hohen Ticketpreise auf der Insel, „doch Hooligans kommen nicht unbedingt aus dieser Gesellschaftsklasse“, so Macdonald. Und sowieso: Auch wenn es im Stadion friedlich ablaufen mag, so geht die echte Krawalle meist draußen vorm Stadion los.“
„Es geht um mehr mittlerweile“
„Natürlich wird dies ein hitziges Derby“, prophezeit Macdonald. „Durch den sportlichen Aufstieg beider Teams geht es einfach um mehr. Die Brisanz dieser Partie hat zugenommen in den letzten Jahren, auch wenn die Sicherheitsstufe bei beiden Clubs gegen ihrer traditionellen Rivalen Fulham (Chelsea) und Tottenham (Arsenal) noch höher sein wird. Dennoch bleibt dieses Derby gefährlich.“
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Goal.com-Flutlicht
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