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Pokal-Aus, Trainerentlassung, Fanaufstand. Die überraschende Niederlage im Pokal-Habfinale hat für den ehemaligen DDR-Meister böse Folgen.

Rostock. - Drittligist Hansa Rostock hat Trainer Andreas Bergmann und Co-Trainer Andreas Reinke beurlaubt. Dies gab der Verein am Mittwochabend im Anschluss an die 1:2 (1:1)-Blamage des ehemaligen Bundesligisten im Halbfinale des Landespokals gegen den Fünftligisten 1. FC Neubrandenburg bekannt.

"Wir haben Konsequenzen gezogen und Andreas Bergmann und Andreas Reinke beurlaubt. Jetzt müssen wir sehen, dass wir auch sportlich den Schritt vollziehen und eine gute Lösung für die Zukunft finden", sagte Vorstands-Chef Michael Dahlmann nach dem Spiel. Der 54 Jahre alte Bergmann hatte den Traditionsklub am 30. Mai 2013 übernommen.

Wütende Fans – Spieler versuchten zu schlichten

Nach dem Spiel kam es zu schweren Ausschreitungen. Etwa 250 aufgebrachte und vermummte Fans durchbrachen die Absperrung und stürmten den VIP-Parkplatz. Die Randalierer warfen mit Straßenschildern, Steinen und herausgerissenen Gehwegplatten. Vier Polizisten wurden verletzt und erlitten Prellungen sowie Platzwunden. "Es wird wegen des Verdachts des schweren Landfriedensbruchs ermittelt", sagte Polizeisprecherin Yvonne Hanske dem SID.

Hansas Spieler suchten kurzzeitig das Gespräch mit der aufgebrachten Masse, zogen sich aber wegen der Gefahrenlage schnell wieder zurück. Nach und nach gelang es der Polizei sowie weiteren Ordnungskräften, die Krawallmacher hinter die Absperrung zurückzudrängen und das Gelände zu räumen. Autos der Polizei und von Klubmitgliedern wurden beschädigt, auch das Stadiongebäude wurde in Mitleidenschaft gezogen. "Wir müssen jetzt erst einmal ermitteln, wo die Straßenschilder und Gehwegplatten überall herausgerissen wurden", sagte Hanske.

Hansa Rostock entschuldigte sich in einer ersten Stellungnahme. Der Klub distanzierte sich von jeglicher Form der Gewalt. "Frust und Wut über die enttäuschende Leistung der Mannschaft dürfen sich nicht in aggressivem Verhalten entladen", sagte Klub-Präsident Michael Dahlmann.
 

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