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Die Länderspielpause möchte ich in der dritten Ausgabe von "Dörings Ballspielverein" nutzen, um einmal auf die Amateure von Borussia Dortmund aufmerksam zu machen.

KOLUMNE
Von Stefan Döring

Wenn man vom Ballspielverein Borussia Dortmund spricht, ist in der Regel die Rede von der derzeit dominierenden Bundesligamannschaft rund um Henrikh Mkhitaryan und Marco Reus. Doch auch in der dritten Liga sorgt unser BVB für Furore - mit seinen Amateuren.

Die zweite Mannschaft von Borussia Dortmund hielt in der vergangenen Saison mit Ach und Krach die Klasse und durfte sich in der bisherigen Saison bereits über drei Siege freuen. Zwei davon gelangen zu Hause in der "Kampfbahn Rote Erde" und am gestrigen Abend sorgte die Mannschaft von David Wagner für eine Riesenüberraschung mit dem Auswärtssieg beim MSV Duisburg.

Zuschauermagnet Borussia Dortmund

Als Zweitvertretung hat man es in der dritten Liga sicherlich nicht einfach, vor allem, was die Zuschauerzahl angeht. In den vergangenen Jahren hatte man das Gefühl, der Verband lege alles daran, dass sich die Fans von Borussia Dortmund an einem Wochenende für eine Mannschaft entscheiden müssen. Parallelansetzungen waren leider an der Tagesordnung: Spielte die U23 auswärts, hatten die Profis ein Heimspiel und andersrum. Bei den wenigen Ausnahmen sah man bereits in der vergangenen Saison, welches Zuschauerpotenzial beim BVB schlummert, als die U23 unter der Woche antreten durfte. Aus diesen Fehlern scheinen die Verantwortlichen inzwischen gelernt zu haben. In den ersten Spielen in dieser Saison konnte der geneigte Fan sowohl die Spiele der Profis als auch der Amateure besuchen. Das macht sich auch im Zuschauerschnitt bemerkbar. Etwas mehr als 3000 Zuschauer kamen in den bisherigen drei Heimspielen im Durchschnitt in die "Rote Erde", und es herrschte stets gute Stimmung.

Da kann man nur hoffen, dass auch in den nächsten Wochen und Monaten die Verantwortlichen den Fans von Borussia Dortmund ermöglichen, sowohl die Heimspiele der Amateure, als auch der Profis zu besuchen. Optimal war sicherlich die Situation vor zwei Wochen, als am Freitagabend die Mannschaft von Jürgen Klopp zu Hause spielte und am Samstagnachmittag die U23 Jahn Regensburg empfing. Aber auch auswärts ziehen die Amateure viele Zuschauer. Im Spiel am Dienstagabend in Duisburg waren 21.243 Zuschauer (!) im Stadion, 2000 davon in schwarz-gelb gekleidet - Rekord in der dritten Liga.

Keine Parallelansetzungen beim BVB!

Die BVB-Amateure und die Fans von Borussia Dortmund sind also ein Paradebeispiel für die funktionierende Mischung aus Profi- und Amateurverein. Man sollte also festhalten, dass der DFB nur sich selbst und der 3. Liga mit Parallelansetzungen von Profis und U23 schadet. Denn die gute Stimmung und Zuschauerzahlen kann es nur geben, wenn man vor allem den BVB-Fans die Chance gibt, die Spiele der U23 auch neben denen der Profis zu besuchen! Wer eine attraktive 3. Liga will, sollte auch im Sinne der Fans auf Parallelansetzungen verzichten. Ansonsten bleiben Bilder wie gestern in Duisburg leider die Ausnahme.

Schwarzgelbe Grüße

Euer

Stefan Döring

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