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Aus den Augen, aus dem Sinn? Nicht bei uns! Wir verraten Euch Woche für Woche, wie sich die Ex-Bundesliga-Stars im Ausland schlagen.

Berlin. Goodbye Deutschland! Spieler kommen und gehen, Spieler wechseln in die Bundesliga und Kicker verlassen Deutschlands höchste Spielklasse. Sind sie aufgeblüht oder nur zum Bankdrücker geworden? Haben sie sich prächtig entwickelt, oder folgte ein Karriereknick?

Jeden Dienstag stellt Euch Goal im Rahmen von "Was macht eigentlich..." drei Ex-Spieler der Bundesliga vor und zeigt, wie es ihnen heute ergeht.

Carlos Alberto
In der Bundesliga: Von 2007 bis 2010 (meiste Zeit ausgeliehen)

Vereine in Deutschland: Werder Bremen

Einsätze:
2

Tore:
0

Erfolge:
Keine Titel
Meinung aus Brasilien

Seit seiner Zeit in Deutschland verlief seine Karriere schlecht. Als Bankdrücker hatte er einige gute Momente, doch inzwischen ist er vertragslos und muss eine Dopingsperre absitzen, nachdem im März ein Test positiv ausfiel. Sobald die Sperre vorüber ist, soll Fluminense an einer Verpflichtung interessiert sein.
 - Matheus Harb, Goal Brasilien

Champions-League-Sieger, samt Tor im Finale von Gelsenkirchen, Weltpokal-Sieger, portugiesischer Meister und Supercup-Sieger. Hinzukommen noch weitere Titel in Brasilien. Die Liste der Erfolge ist lang und vor allem beeindruckend. Dieser betagte Spieler kam 2007 zu Werder Bremen.

Er kam von seinem Heimatverein Fluminense, wohin er von Corinthians ausgeliehen war, an die Weser. Sein Wechsel nach Deutschland kam zustande, weil er sich in Brasilien mit seinem Trainer Emerson Leao überwarf. Für eine damalige Rekordablöse des Vereins von 7,8 Millionen Euro unterschrieb er bis 2011.

Doch immer wieder fand er sich nur auf der Bank oder in der Medizinabteilung der Grün-Weißen wieder. Auch seine Disziplinlosigkeit war ausschlaggebend dafür, dass er erst leihweise und schließlich im Jahr 2010 endgültig nach Brasilien zurückkehrte. Auf den berühmten grünen Zweig kam er aber auch hier nicht. Ein Verein jagte den anderen, die Dopingsperre ist der vorläufige Höhepunkt.

Gökhan Töre
In der Bundesliga: Von 2011 bis 2012

Vereine in Deutschland: Hamburger SV

Einsätze:
22

Tore:
0

Erfolge:
Keine Titel
Meinung aus der Türkei

Gökhan scheint eine der treibenden Kräfte in der Besiktas-Offensive zu sein. Er dribbelt stark und kann vor allem auch Tore schießen. Viel wichtiger ist aber, er arbeitet auch gut nach hinten. Wo er nur kann, hilft er Serdar Kurtulus in der Abwehrzentrale, sein aufopferungsvolles Defensivspiel ist bei den Fans gern gesehen. - Alp Colak, Goal Türkei

Gökhan Töre kam im Sommer 2011 zusammen mit Michael Mancienne und Jacopo Sala von Chelsea zum Hamburger SV. Ausschlaggebend für den Wechsel war Hamburgs neuer Sportdirektor Frank Arnesen, der alle Drei aus seiner Zeit als Nachwuchschef und Vorstand bei Chelsea kannte. In London stand Töre, wie auch Mancienne und Sala allerdings nur in der zweiten Reihe.

Der Türke spielte in seiner ersten und einzigen Saison in 22 Partien in der Bundesliga, doch als richtiger Glücksgriff erwies sich der Offensivmann nicht. Ihm gelang kein Treffer, sodass er im Sommer 2012 den Weg von der Elbe weg suchte. Sein Ziel fand er in Russland bei Rubin Kasan.

Aber auch in der russischen Liga konnte er sich nicht durchsetzen. In lediglich fünf Partien durfte er auflaufen, blieb bei zehn Kadernominierungen ohne Einsatz und steht seit wenigen Wochen in dem Land seiner Eltern bei Besiktas unter Vertrag. Hier konnte er bereits in drei Spielen zweimal treffen. Sein Start in der Türkei war besser als sein Ende in Russland oder der Bundesliga.

Albert Streit
In der Bundesliga: Von 2000 bis 2001; von 2003 bis 2004 und von 2005 bis 2010

Vereine in Deutschland: Eintracht Frankfurt, VfL Wolfsburg, 1. FC Köln, FC Schalke 04, Hamburger SV

Einsätze:
118

Tore:
11

Erfolge:
Bundesliga-Aufstieg mit Frankfurt und Köln
Stand heute

Streit ist heute nicht mehr im Dienst. Eigentlich sollte er bei Pele Wollitz alles geben, doch bei Viktoria Köln ist er vor dem Aus. "Es wird kein Zurück für ihn geben. In der nächsten Woche werden wir uns zusammen setzen und hoffentlich eine Einigung erzielen," kündigte der Sportliche Leiter Franz Wunderlich unlängst an.

In Albert Streit sahen einige Experten einen aufblühende Pflanze in der wilden Wiese des Fußballs. In jugendlichen Jahren kam er bei Eintracht Frankfurt in der Bundesliga zum Einsatz, trug 2003 maßgeblich zum Aufstieg der Eintracht in die Bundesliga bei. Dann jedoch begann der langsame Abstieg des Spielers Streit, als er seinem Namen alle Ehre machte.

Nach Eingewöhnungsschwierigkeiten beim VfL Wolfsburg wurde er schnell zum FC Köln verliehen, wo er wieder seine Heimat fand. Nach einem einjährigen Gastspiel bei der SGE wollte er in königsblau bei Schalke 04 auch die großen Teams angreifen. In Gelsenkirchen wurde Streit aber nie glücklich. Fred Rutten schmiss ihn aus den Kader, verlieh ihn nach Hamburg, doch konnte den Mittelfeldspieler nicht verkaufen.

Unter Felix Magath wurde er schließlich endgültig aus dem Profikader verbannt. Im August erfolgte die fristlose Kündigung, die schließlich in einer gütlichen Einigung endete. Als Streit bei Zweitligist Alemannia Aachen unterschrieb, versprach er Besserung, doch sein gutes Anliegen wurde vom Abstieg und der Insolvenz der Alemannia überschattet. Inzwsichen steht er in Köln bei Viktoria unter Vertrag, ist dort jedoch vom Training freigestellt und war wegen einer schweren Tätlichkeit zudem bis 16. Juli 2013 gesperrt.

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