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Durch die Insolvenz der Aachener warnt Arminia Bielefeld vor eine Verzerrung der dritten Liga. Der drohende Ausverkauf der Spieler hätte Auswirkungen auf den Spielbetrieb.

Bielefeld. Nachdem Alemannia Aachen seinen Insolvenzantrag angekündigt hat, schlägt Bielefeld in der dritten Liga Alarm. Die Arminia befürchtet ob des drohenden Aachener Ausverkaufs im Winter eine Wettbewerbsverzerrung. Ein neuer Spielplan soll jetzt her.

Nachbesserungen am Spielplan

„Um jegliche Wettbewerbsverzerrung zu verhindern, sollten die Rückrundenbegegnungen der Aachener vor und während der Transferperiode nach hinten verlegt werden“, stellt Bielefelds Geschäftsführer Marcus Uhilg klar.

Das Problem liegt an der Terminierung des Spielplans. Die Rückrunde beginnt in der dritten Liga schon vor der Winterpause, in der Aachen mutmaßlich zahlreiche teure Leistungsträger gehen lassen wird. Bielefeld wäre einer der Gegner, der noch vor der Transferperiode im Winter zum zweiten Mal gegen den normalen Aachener Kader antreten müsste.

„In diesen Partien wird Aachen noch seine stärkste Elf aufbieten können, bevor einige Spieler aus dem teuren Kader abgegeben werden. So hat es jedenfalls Aachens Sportdirektor Uwe Scherr bereits angekündigt“, befürchtet Uhlig hier einen klaren Nachteil. Ab Januar ist dann davon auszugehen, dass die Alemannia nur noch mit einer verstärkten U-23-Mannschaft antreten wird.

Beratung mit den anderen „Betroffenen“

Auch der Sportchef der Arminia, Samir Arabi, sieht hier ein Problem auf die Liga zukommen: „Schon vor der Aachener Pressekonferenz am Freitag wurden uns von Beratern Alemannia-Spieler angeboten. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann die ersten Vereine zugreifen.“

Bielefeld hat bereits Kontakt mit den anderen Klubs aufgenommen, die vor der Winterpause gegen Aachen spielen müssten. Namentlich wären das neben den Ostwestfalen Burghausen, Dortmund II und Saarbrücken. „Wir haben positive Signale vernommen, lassen uns alle aktuell noch anwaltlich beraten“, vermeldet Arabi.

Von all dem will Aachens Trainer Rene van Eck nichts mehr hören: „Mich nervt es ehrlich gesagt, dass der eine oder andere Verein jetzt um die Ecke kommt und von Wettbewerbsverzerrung spricht. Wir werden bis zum Ende jedes Spiel sehr ernst nehmen. Es gibt keine Freundschaftsspiele.“


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