Dynamo Dresden vor dem Aus?
Steht ein Traditionsverein des Ostens mit Dynamo Dresden etwa vor dem Aus? Offenbar hat sich der Drittligist mit dem neuen Stadion etwas übernommen. Nun droht die Insolvenz, weil Verhandlungen mit der Stadt erst im März anlaufen.
(dew) Dresden. Wird es Dynamo Dresden bald nur noch in den Sport-Geschichtsbüchern geben? Offenbar hat der Verein schwerwiegende finanzielle Probleme, die nicht einfach so bereinigt werden können. Das räumte der Klub am Freitag selbst ein, erklärte nach einer erneuten Prüfung der Kosten des neuen Stadions: „Ohne eine grundsätzliche strukturelle Veränderung kann der Verein die Zulassungsvoraussetzungen des DFB für die Spielzeit 2010/11 unter keinen Umständen erfüllen. Die Folge wäre der Ausschluss vom Spielbetrieb der 3. Liga und die Insolvenz.“ Diese Meldung schlug ein wie eine Bombe, zumal die angesprochenen Veränderungen in absehbarer Zeit nicht angestrebt werden können.
Stadt derzeit nicht kooperativ
Denn derzeit beträgt die angedachte Stadionmiete rund 2,1 Millionen Euro. Eine utopische Summe, die der Verein nicht aufbringen kann. Das weiß auch Geschäftsführer Stefan Bohne: „Unter diesen Voraussetzungen ist das Stadion in der 3. Liga nicht bezahlbar.“ Bereits seit Monaten gibt es Verhandlungen mit der Stadt Dresden über einen Betriebskosten-Zuschuss und einen Mietnachlass – ohne Ergebnis. Nun erklärte Stadtsprecher Kai Schulz: „Eine Behandlung im Stadtrat kann frühestens im März erfolgen.“ Das Problem: Zum ersten März müssen die Unterlagen für den Lizenzantrag beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) eingereicht werden. Ob es aus dieser Sackgasse einen Ausweg gibt, muss sich noch zeigen!
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