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Goal sammelte die Stimmen der FC-Spieler aus der Mixed-Zone nach dem glücklichen Sieg gegen Energie Cottbus.

Aus Köln berichtet Daniel Uebber

23 Cottbuser Schüsse, neun davon auf direkt auf das Tor von Timo Horn, dem Keeper des 1. FC Köln: Die Zuschauer im Rhein-Energie-Stadion sahen vor allem in der zweiten Halbzeit eine starke Leistung der Gäste aus der Lausitz, die in der 68. Minute verdient durch Boubacar Sanogo in Führung gingen. Vom „Effzeh“, der in der ersten Halbzeit noch dominant spielte und hätte in Führung gehen können, war in der zweiten Halbzeit lange Zeit nur wenig zu sehen. Dass es am Ende doch zum Sieg reichte, verdankten die Geißböcke Jonas Hector und Maurice Exslager. Die beiden Kölner standen nach dem Spiel ebenso wie Timo Horn und Kevin Wimmer bereit für die Fragen der Journalisten in der Mixed-Zone. Goal war dabei.

Abwehrspieler Kevin Wimmer, der es mit Boubacar Sanogo aufzunehmen hatte, haderte nach dem Spiel mit den vergebenen Chancen der Kölner aus der ersten Halbzeit, war aber angesichts des knappen Erfolgs erleichtert: "Wir sind überglücklich mit dem Last-Minute-Sieg. Aber auf Dauer ist das Nichts, wenn wir die Spiele immer so spannend machen. Wir müssen jetzt endlich schleunigst damit beginnen, dass wir auch unsere Möglichkeiten besser nutzen und das vor allem auch in der Anfangsphase, so dass wir so ein Spiel auch ein bisschen beruhigter angehen können." Vor allem Neuzugang Bard Finne vergab in der ersten Halbzeit eine Riesenchance zur Kölner Führung. Wimmer: "Wenn man in solch einem Spiel gleich in der Anfangsphase ein Tor macht, dann läuft das alles ganz anders und um einiges einfacher. Wir haben heute wieder einige Möglichkeiten gehabt zu Beginn. Wir hatten in der ersten Halbzeit gute Einschussmöglichkeiten, haben diese aber nicht genutzt und uns dadurch das Leben selbst schwer gemacht."

Timo Horn: "Wir haben zu viele Chancen liegen gelassen"

Ähnlich bewertete die Partie auch Timo Horn: "Im Moment machen wir es einfach bis zum Schluss immer sehr spannend. Wir lassen in der ersten Halbzeit, in der wir guten Fußball gespielt haben, eine Reihe an guten Torchancen liegen. Wie das dann so oft ist, kriegt man dann ein sehr kurioses Gegentor. Dann läuft man hinterher. Die Cottbuser sind dann auch stärker geworden und sie haben wie die Wahnsinnigen gekämpft. Umso glücklicher sind wir, dass wir das Ding am Ende gedreht haben. Mir ist dann eine wahnsinnige Last abgefallen. Ich bin auch immer noch ganz heiser vom Torjubel." Bedanken wollte sich der Rückhalt der Kölner auch noch einmal ausdrücklich bei Matchwinner Jonas Hector, der gleich zweimal für den bereits geschlagenen Timo Horn auf der Torlinie klären konnte: "Ich glaube, Torwart wäre auch eine Position für den Jonas. Wir haben es sicherlich auch ihm zu verdanken, dass wir weiterhin die Chance hatten, das Spiel noch zu drehen."

Jonas Hector: "Das Glück war heute auf unserer Seite"

Der linke Verteidiger der Kölner indes wollte von dem Sonderlob nichts wissen, auch wenn er sich natürlich über seinen zweiten Saisontreffer freute: "Letztendlich können wir nach dem Spiel froh sein, dass wir die drei Punkte hier behalten haben. Wir haben in der ersten Halbzeit die Chancen leider nicht konsequent genug zu Ende gespielt und leider kein Tor gemacht." In der zweiten Halbzeit sorgte Hector dann selbst für den Ausgleichstreffer, sein Schuss war aber abgefälscht: "Das bei meinem Tor Glück dabei war, kann ich nicht abstreiten. Aber Glück braucht man immer, das hatten wir auch des öfteren schon mal nicht."

Maurice Exslager: "Die Jungs haben das verdient"

Maurice Exslager, der in der 75. Minute für Bard Finne eingewechselt wurde, leitete die Wende in dem Spiel mit ein. Vor allem die Dynamik und Körpersprache des Neuzugangs aus Duisburgs riss noch einmal Mitspieler und Fans mit. Folgerichtig versetzte seine Balleroberung und das anschließende Solo in der 86. Minute, dass zum 2:1-Siegtreffer durch das Eigentor von Möhrle führte, das Rhein-Energie-Stadion in kollektiven Freudentaumel. Ob sich Exslager nun größere Chancen ausrechnet, erstmals in der Startformation zu stehen? "Ich war ja lange Zeit gar nicht dabei oder habe bei den Amateuren gespielt. Wenn es für mich dann aber so läuft, wie heute, ist das natürlich super. Ich denke aber, die Jungs, die heute von Anfang an gespielt haben, haben sich das auch verdient. Es ist Sache des Trainers, wen er aufstellt und ich werde bestimmt wieder meine Chancen bekommen."

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