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Gerhard Mayrhofer macht reinen Tisch und spricht alle Defizite beim TSV 1860 München an. Investor Ismaik soll in Zukunft mehr mit ins Boot geholt werden.

München. Gerhard Mayrhofer macht reinen Tisch und spricht alle Defizite beim TSV 1860 München an. Investor Ismaik soll in Zukunft mehr mit ins Boot geholt werden. Außerdem müsse man die Lage des Traditionsvereins realistisch betrachten.

"Das System 1860 ist krank. Es ist keine Organisation, in die man reingeht und sich sofort aufgenommen fühlt. Das gibt es ja anderswo, Organisationen, wo man hineinkommt und merkt, die sind ziemlich mit sich im Reinen. Das ist hier nicht so“, so der 51-Jährige in der Süddeutschen Zeitung.

Auch die sportliche Lage werde seit Jahren völlig falsch eingeschätzt. Man lebe zu sehr in einer Traumwelt. "Ich hab' manchmal das Gefühl, hier wird seit Jahren darüber geredet, was sein soll. Und nicht über das, was ist. Momentan ist der Zustand der, dass wir Mittelklasse in der zweiten Liga sind. Das ist die Realität", so Mayrhofer schonungslos. "Aus dieser Durchschnittlichkeit müssen wir raus. Als Verein, nicht nur als Mannschaft. Es soll wieder Spaß machen, Löwe zu sein."

In der Vergangenheit habe man vereinsintern außerdem auch immer gegen Hasan Ismaik gekämpft – das soll in Zukunft nicht mehr der Fall sein. "Hier müssen wir umdenken. In der Vergangenheit wurde über den Geldgeber gesprochen. Ein Plan wurde vereinbart und gesagt: 'So, jetzt überweis' mal, wir machen was draus!' Wir wollen eine andere Zusammenarbeit. Wir wollen den Klub miteinander entwickeln“, erklärte der Löwen-Präsident weiter.

Zusammenarbeit mit Familie Ismaik

„Er ist nicht der Geldgeber. Hasan ist der Vorsitzende des KGaA-Aufsichtsrats. Er ist ein Teil des Klubs. Das ist der Unterschied. Er gehört zur Löwen-Familie. So denkt auch Herr Mayrhofer. Wir ziehen an einem Strang", sagte Noor Basha, Statthalter von Hasan Ismaik.

Die Löwen hatten Anfang September nach durchwachsenem Saisonstart Alexander Schmidt entlassen, doch auch Nachfolger Friedhelm Funkel konnte das Team bisher nicht entscheidend nach vorne bringen. Nach zehn Spielen rangiert der TSV 1860 mit 14 Punkten auf dem 10. Tabellenplatz.

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