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Tony Ujah verhindert historische Kölner Derby-Niederlage

Köln und Düsseldorf trennen sich im ersten derby seit 14 Jahren 1:1-Unentschieden. Düsseldorf ist bis zum Ausgleichstreffer von Ujah die bessere Mannschaft.

Köln. Tony Ujah hat den 1. FC Köln vor einer historischen Derby-Niederlage bewahrt und seinem Trainer Peter Stöger die Heimpremiere gerettet. Vor den Augen von Edelfan Lukas Podolski erzielte der Nigerianer im ersten rheinischen Duell gegen Fortuna Düsseldorf seit 1999 den Ausgleich zum 1:1-Endstand und verhinderte damit die erste Kölner Heimniederlage gegen den Erzrivalen seit 24 Jahren.

Ujah: Kein schlechtes Ergebnis

Charlison Benschop hatte die Mannschaft von Fortuna-Trainer Mike Büskens, der vor der Saison auch Kölns Wunschkandidat gewesen war, in Führung gebracht. "Wir müssen das 2:0 machen, dann ist der Drops auch fast gelutscht", sagte Fortuna-Kapitän Andreas Lambertz. Auch die Kölner waren nicht wirklich zufrieden. "In der ersten Halbzeit haben wir zu zaghaft gespielt", kritiserte Stöger. "In der zweiten Hälfte lief es besser, und wir hatten Chancen. Es ist kein schlechtes Ergebnis", sagte Torschütze Ujah.

Spiel beginnt mit Ausschreitungen

Schon nach wenigen Sekunden flogen aus dem Düsseldorfer Block die ersten Leuchtraketen, FIFA-Schiedsrichter Knut Kircher drohte erstmals mit Abbruch. Auch auf dem Spielfeld ging es von der ersten Sekunden an richtig zur Sache. Beide Teams kämpften verbissen um jeden Ball. Die Düsseldorfer Chance resultierte denn auch aus einem groben Schnitzer der Kölner: Jonas Hector schlug den Ball dem Fortunen Mathis Bolly genau in den Fuß. Der Ivorer flankte, den ersten Kopfball von Stefan Reisinger parierte FC-Torhüter Timo Horn noch reaktionsschnell, gegen den Nachschuss von Benchop aus drei Metern war er jedoch machtlos. Es war das erste Tor für den niederländischen Stürmer im Fortunen-Trikot.

Zwei verschiedene Halbzeiten

In der gesamten ersten Hälfte kam die Stöger-Elf nicht einmal gefährlich vor das Fortuna-Tor, das erneut Fabian Giefer hütete. Der frühere Kölner Michael Rensing stand trotz seiner offiziellen Entschuldigung nach seiner Kabinen-Flucht vor dem Spiel gegen Energie Cottbus wieder nicht im Kader. Stöger brachte in der Pause die erstligaerfahrenen Matthias Lehmann und Daniel Halfar und stellte sein System um. Dies zeigte Wirkung. Nun erzeugte der FC zumindest Druck, hatte in der 60. Minute aber Glück, als Kircher nach einem Handspiel von Roman Golobart nicht auf Strafstoß entschied. Zudem vergab Bolly gegen Horn die Entscheidung. Dies rächte sich drei Minuten später, als Ujah eine Flanke von Hector per Flugkopfball verwertete. Wenige Sekunden später hatte der Stürmer sogar das Siegtor auf dem Fuß.

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