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Absteiger Fürth jubelt wieder zu Hause

Heimfluch gebrochen - SpVgg Greuther Fürth führt die Tabelle an

Absteiger Fürth jubelt wieder zu Hause

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Endlich geht es wieder los. Der erste Spieltag der 2. Bundesliga macht Lust auf mehr. Die Fürther haben den Abstieg verarbeitet und sich vorerst an die Tabellenspitze geschoben.

Hamburg. Neue Liga, neues Glücksgefühl: Mit dem ersten Heimerfolg seit 15 Monaten ist die SpVgg Greuther Fürth zum Zweitliga-Start an die Tabellenspitze gestürmt. Die bei ihrem einjährigen Bundesliga-Abenteuer vor eigenem Publikum sieglosen Franken schlugen Arminia Bielefeld nach einem Blitzstart mit 2:0 (2:0).

Den "Kleeblättern" am nächsten in der Tabelle kommen überraschend Erzgebirge Aue und der VfL Bochum. Aue setzte sich beim ambitionierten FC Ingolstadt ebenso mit 2:1 durch wie Bochum beim gestutzten Geheimfavoriten Union Berlin. Aue verblüffte durch den Sieg sogar seinen Trainer Falko Götz. "Ich habe Hochachtung davor, wie meine Truppe sich diese drei Punkte durch intensive Laufarbeit verdient hat", sagte der einstige Bundesliga-Profi.

Aufregung in Dresden

Weit mehr Aufregung gab es allerdings in Dresden, wo Dynamo-Torhüter Benjamin Kirsten nach einer doppelten Tätlichkeit nur knapp an einem Platzverweis vorbeischrammte und sich nach dem 1:1 (0:0) gegen den 1. FC Köln auch noch uneinsichtig zeigte. "Wenn man so etwas ahndet, wäre das völlig überzogen", sagte der Keeper, der jedoch nicht einmal von Trainer Peter Pacult in Schutz genommen wurde: "Das war eine sehr dumme Aktion."

FC-Coach Peter Stöger pflichtete seinem österreichischen Landsmann bei und warnte zusätzlich vor den Folgen: "Wenn das keine Rote Karte war, dann kann es in den nächsten Wochen gefährlich werden."

Bochum siegt in Berlin

Einen Fehlstart erwischte dagegen das von der versammelten Konkurrenz als Geheimfavorit eingestufte Union Berlin durch die 1:2 (0:0)-Heimniederlage gegen den VfL Bochum. Marcel Maltritz (88.) verwandelte nach einem dummen Handspiel von Mario Eggimann den fälligen Elfmeter zum Siegtor für die Mannschaft von Trainer Peter Neururer, die trotz nur knapp vermiedenen Abstiegs vereinzelt selbst als Geheimtipp genannt wird. Erst wenige Sekunden zuvor hatte Union-Neuzugang Damir Kreilach (86.) den Rückstand durch ein Tor von VfL-Neuzugang Danny Latza (64.) egalisiert. Kurios: Der 23-Jährige Latza, der für Schalke 04 drei Erstliga-Spiele bestritt und zuletzt für Drittligist Darmstadt 98 spielte, hatte eigentlich schon beim MSV Duisburg unterschrieben und war erst nach dessen Lizenzentzug für Bochum frei geworden.

St. Pauli und der KSC gewinnen 1:0

Der 1:0 (0:0)-Erfolg des FC St. Pauli gegen 1860 München wurde derweil von Misstönen begleitet. Trainer Michael Frontzeck zeigte sich ungehalten darüber, dass Präsident Stefan Orth am Vortag der Partie gegen die "Löwen" über einen deutlichen Erfolg der Kiezkicker schwadroniert hatte.

"Ich habe gelernt, jeden Gegner zu respektieren. Daher war das für mich eine absolut unnötige und ärgerliche Aussage", äußerte der Fußballlehrer nach dem schmeichelhaften Erfolg in der Hansestadt. Einen überraschenden 1:0 (0:0)-Erfolg feierte auch Neuling Karlsruher SC beim FSV Frankfurt.

Kaiserslautern gewinnt zum Auftakt gegen Paderborn

Anders als der 1. FC Köln wurde ein anderer Aufstiegskandidat, der 1. FC Kaiserslautern, seiner Favoritenrolle am ersten Spieltag gerecht. Die Pfälzer gewannen beim SC Paderborn mit 1:0. "Es war ein Sieg gegen eine Mannschaft, die sehr gut Fußball spielen kann", sagte Lauterns Coach Franco Foda, Kollege André Breitenreiter sagte nach seinem Trainerdebüt in der 2. Liga: "In den Zweikämpfen waren wir hin und wieder noch zu passiv."

Sandhausen und Aalen trennen sich torlos

0:0 trennten sich der SV Sandhausen und der VfR Aalen. Ein Resultat, dem sich die beiden Trainer mit austauschbaren Worthülsen anpassten. "Mit dem 0:0 können wir leben", beteuerte der Aalener Stefan Ruthenbeck, Alois Schwartz gab zum Besten: "Mit Pech können wir verlieren, mit etwas Glück in der zweiten Halbzeit aber auch gewinnen."

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