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Kölns neuer Boss Peter Stöger

Der 1. FC Köln will wieder hoch, Peter Stöger soll es richten

Kölns neuer Boss Peter Stöger

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Der 1. FC Köln muss zum Zweitliga-Auftakt bei Dynamo Dresden ran. Für die Mannschaft von Trainer Peter Stöger soll es der Auftakt einer erfolgreichen Saison sein.

Von Tim Röhn

Köln. Wirklich einig sind sie sich in Köln noch nicht in Sachen Saisonziel. Trainer Peter Stöger etwa weigert sich beharrlich, vom Sprung in die erste Liga als Muss zu reden. Präsident Werner Spinner dagegen sprach bei der Saisoneröffnung das aus, was die meisten Fans und Experten in der Domstadt denken: "Aufstieg! Ja, genau, als Fan fordere ich das. Das muss eine gute Saison werden.“

Vor dem Auftaktspiel am Samstag um 13.30 Uhr bei Dynamo Dresden scheint der Klub jedenfalls sehr gut aufgestellt zu sein, wovon noch vor wenigen Wochen nicht auszugehen war. Da war der plötzliche Rückzug von Holger Stanislawski, da waren das Vakuum auf der Position des Sportdirektors, eine Deckungslücke aus der vergangenen Saison und ein Streit um die Stadionpacht.

Aber die Kölner haben die Rückschläge der vergangenen Monate scheinbar sehr gut verkraftet. Stöger ist der Stanislawski-Nachfolger, Jörg Schmadtke zieht als neuer Sportdirektor im Hintergrund die Fäden, der Pacht-Streit ist Geschichte und genügend Geld für die anstehenden Aufgaben vorhanden – wenngleich den Verein weiter eine immense Schuldenlast drückt.

Eine Rückkehr in die Bundesliga würde dem FC daher auch aus wirtschaftlicher Sicht gut tun. Die Mannschaft, die die Entscheidungsträger zusammengestellt haben, mutet in jedem Fall qualitativ hochwertig an. Sie scheint noch stärker zu sein als in der vergangenen Saison, als der Klub ohne den miserablen Auftakt wohl bereits wieder aufgestiegen wurde.

Ujah soll's richten

Nun wurde vor allem die Offensive weiter gestärkt. Stürmer Anthony Ujah, in der vergangenen Spielzeit ausgeliehen, wurde vom FSV Mainz 05 verpflichtet. Die Vorbereitung hat die Erkenntnis gebracht, dass Stöger mit nur einer Spitze plant. Vor allem Ujah soll es also sein, der den FC Richtung Oberhaus schießt.

Mit Marcel Risse (ebenfalls Mainz) und Daniel Halfar (1860 München) sind zwei weitere Offensivspieler neu im Team und sollen dafür sorgen, dass Stögers Idee von blitzschnellem Angriffsfußball umgesetzt wird. Und so ließ sich der Coach immerhin zu der Aussage hinreissen, man sei so gut besetzt, dass man um die ersten drei Plätze mitspielen könne.

Für Stöger sind die Favoriten auf den Aufstieg neben den Bundesligaabsteigern Fortuna Düsseldorf und Greuther Fürth der 1. FC Kaiserslautern, 1860 München, Union Berlin "sowie irgend eine Überraschungsmannschaft".

Sportdirektor Schmadtke erklärte derweil, ohne das Wort Aufstieg auszusprechen, man wolle stets das Maximale herausholen. Wenn das gelingt, ist der 1. FC Köln im Sommer 2014 sicherlich wieder erstklassig.

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