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Toni Turek war Garant für den deutschen WM-Sieg 1954. Und das trotz eines großen Handicaps. In Düsseldorf will man ihn nun besonders ehren.

Düsseldorf. Späte Ehre für Toni Turek: Ein Düsseldorfer Unternehmen will dem Torhüter der deutschen Weltmeistermannschaft von 1954 ein Denkmal in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt setzen.

Bisherige Versuche, eine Straße oder einen Platz in Düsseldorf nach dem 1984 im Alter von 65 Jahren verstorbenen Turek zu benennen, schlugen allesamt fehl. "Die Fans sind verärgert und wollen die Umsetzung eines Denkmals für ihren Nationalhelden selbst in die Hand nehmen", erklärte Philipp Dunkerbeck die Initiative seines von ihm gegründeten Unternehmens "Crowdrange".

Dunkerbeck hofft, dass durch die Fanaktion rund 20.000 Euro gesammelt werden, die für den Bau einer Statue benötigt werden. Unterstützt wird die Aktion von den mitgliedstarken Fan-Organisationen Arbeitskreis Fanarbeit Fortuna Düsseldorf und Supporters Club Düsseldorf.

Turek ohne Niederlage in WM-Spielen

Toni Turek begann das Fußballspielen in Duisburg, ehe er nach dem 2. Weltkrieg zu Eintracht Frankfurt (1946/47) und Ulm 1846 (ab 1947) wechselte. 1950 schloss er sich dann Fortuna Düsseldorf an und beendete seine Karriere sechs Jahre später bei Borussia Mönchengladbach.

Für die deutsche Nationalmannschaft bestritt der gebürtige Duisburger 20 Länderspiele und wurde 1954 in Bern Weltmeister. Bis heute ist er der einzige WM-Stammtorhüter des DFB, der kein Weltmeisterschaftsspiel verloren hat. Dies ist umso bemerkenswerter, da Turek die WM in der Schweiz mit einem Granatsplitter im Kopf absolvierte, den er sich im 2. Weltkrieg einfing.

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