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Fußball-Zweitligist 1. FC Köln lässt im Ringen um Trainer Peter Stöger nicht locker.

Köln. Dem 1. FC Köln läuft die Zeit davon: Am Montag wollen die Spieler des Fußball-Zweitligisten das Training in der Vorbereitung auf die neue Saison aufnehmen, allerdings haben die Geißböcke ein großes Handicap - der vom FC umworbene österreichische Meister-Trainer Peter Stöger hat bislang keine Freigabe von Austria Wien erhalten. Am 19. Juli beginnt die Zweitliga-Saison, und die Suche nach einem Nachfolger des zurückgetretenen Holger Stanislawski gestaltet sich weiterhin schwierig.

Am Freitag und Samstag konnten die Rheinländer bei Verhandlungen in Wien keine Einigung mit den Verantwortlichen des Traditionsklubs aus der österreichischen Hauptstadt erzielen. Auch zu Wochenbeginn wird noch nicht mit einer Entscheidung gerechnet, wie der Klub am Sonntagnachmittag mitteilte.

Torwarttrainer Alexander Bade wird am Montag die erste Übungseinheit der neuen Saison leiten, bei der ausschließlich Leistungsdiagnostik auf dem Programm steht. Diverse FC-Profis sind in dieser Woche ohnehin noch nicht beim Training, da sie international mit ihren jeweiligen Nationalmannschaften unterwegs sind.

Wenn sie zurückkommen, soll auch Stöger seine Arbeit am Geißbockheim aufgenommen haben. "Wir sind uns mit Stöger einig, wir wollen ihn, er will zu uns. Wir bleiben optimistisch", sagte FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle. Austria-Finanzvorstand Markus Kraetschmer machte allerdings deutlich: "Die Gespräche sind endgültig abgebrochen und beendet."

Aber auch Stöger bleibt bei seiner Absicht. "Ich will zum FC. Die Zeit drängt, am Montag ist Trainingsauftakt in Köln", sagte der 47-Jährige bei Sport1. Er setzt auf weitere Verhandlungen. Von einer hohen sechsstelligen Forderung der Austria ist die Rede.

Stöger hofft allerdings weiter auf eine Einigung: "Wir werden versuchen, das jetzt übers Telefon zu klären. Da ich die Entscheidung nicht treffen kann, ist es schwierig", sagte der Wiener Meistercoach, der die Aufgabe beim finanziell angeschlagenen FC als "interessant" bezeichnete.

Auch beim dreimaligen deutschen Meister will man sich noch nicht geschlagen geben. Zudem hatte Meistertrainer Stöger in diversen Interviews und auch in Gesprächen mit seinem Arbeitgeber betont, dass er seinen bis 2014 datierten Vertrag bei den Veilchen auflösen und nach Deutschland wechseln wolle.

"Es gibt ja auch Fax und Telefon. Aber wir liegen noch sehr weit auseinander. Da muss mehr von Köln kommen", äußerte Kraetschmer, "zwischen unserer untersten Schmerzgrenze und ihre Höchstgrenze liegt noch eine sehr große Differenz." Die von wirtschaftlichen Sorgen geplagten Kölner (30 Millionen Verbindlichkeiten) kamen den Austria-Vorstellungen angeblich nur minimal entgegen. Am Sonntag und Montag sollten weitere Verhandlungen folgen.

Nach dem vorzeitigen Abschied von Stanislawski hatten die FC-Verantwortlichen bislang kein Glück bei der Suche nach einem Nachfolger. So handelte sich der Traditionsklub von Salzburg-Trainer Roger Schmidt, dem zum Erzrivalen Fortuna Düsseldorf gewechselten Mike Büskens, Marco Kurz und angeblich auch vom früheren FC-Coach und heutigem österreichischen Teamchef Marcel Koller Körbe ein. Kosta Runjaic vom MSV Duisburg, der ebenfalls zur Debatte stand, konnte die FC-Verantwortlichen angeblich nicht überzeugen.

Die Austria ist derweil allerdings nicht blauäugig und plant zweigleisig. "Wir wären schlecht beraten, dies nicht zu tun. Natürlich haben wir auch Alternativszenarien durchgedacht", betonte Kraetschmer. Stögers bisheriger Assistent Manfred Schmid soll ein Kandidat sein, wird allerdings auch als Co-Trainer von Stöger in Köln gehandelt.

EURE MEINUNG: Ist Stöger der Richtige für den Efzeh?

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