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Zwei Treffer und ein tolles Spiel: Anthony Ujah feierte einen rundum gelungenen Samstagmittag mit seinen Kölnern. Doch nach dem Spiel ging es für den Stürmer ins Krankenhaus.

Köln. Anthony Ujah hat derzeit allen Grund zur Freude, ein Doppelpack beim 3:0-Sieg gegen den SC Paderborn, ein Tänzchen mit Coach Holger Stanislawski und eins mit Hennes - und endlich ist der 1. FC Köln in der zweiten Bundesliga punktgleich mit dem 1. FC Kaiserslautern, zumindest bis Montagabend, wenn die Roten Teufel zu Eintracht Braunschweig müssen.

Doch einen kleinen Wermutstropfen gab es für den Stürmer an diesem rundum gelungenen Samstagmittag doch. Denn etwa eine Stunde nach Spielende twitterte der Stürmer, er sei im Krankenhaus. Jens Wemmer war Ujah kurz nach seinem ersten Tor unbeabsichtigt auf die Hand getreten. Das beigefügte Bild lässt nichts Gutes erahnen. Eine Diagnose steht noch aus, bis die Röntgenbilder der Hand ausgewertet seien, so Ujah auf Twitter.

Anthony Ujah: „Stani hat mir sehr geholfen!“

Nach dem Spiel in der Mixed-Zone jedoch war von Schmerzen bei Ujah noch nichts zu sehen: „Ich bin immer noch voller Emotionen. Ich bin im Moment einfach sehr glücklich“, sagte Ujah, der sein erstes Tor mit Trainer Holger Stanislawski feierte. Beim zweiten Tor lief er dann direkt auf Hennes zu, so als wolle er den Geißbock auffressen: „Ich weiß gar nicht, warum ich das gemacht habe. Ich dachte, es wäre schön mit dem Geißbock zu feiern, weil ich weiß, was er für die Fans und den Club bedeutet.“

Und warum dieser Sprint zu Stani nach Tor Nummer 1? „Nach dem ersten Tor bin ich zu Stani gelaufen, weil er mir in der letzten Zeit sehr geholfen hat. Es war eine schwierige Zeit für mich. Stani hat mir da durch geholfen. Dass ich heute gleich zwei Treffer erzielt habe, freut mich besonders. Er hat viele Gespräche mit mir geführt, um mir wieder Selbstvertrauen zu geben.“ Doch wie hat Stani es geschafft, seinen Stürmer wieder in Erfolgsspur zu bringen? „Er hat jetzt nicht Druck aufgebaut und mir gesagt, dass ich unbedingt wieder treffen muss. Er hat das eher ruhig gemacht, hat mir gezeigt, wie ich dem Team auf andere Art helfen kann, durch das Kämpfen um den Ball zum Beispiel.“

Adam Matuschyk: „Ich freue mich für Tony“

Auch 1:0-Torschütze Adam Matuschyk freute sich für seinen Teamkameraden: „Und das sogar besonders, weil er ja gleich zweimal getroffen hat. Das war nicht nur für ihn, sondern auch für uns sehr wichtig. Ich denke, wir können ihn in den letzten Spielen noch sehr gut gebrauchen und hoffe, dass heute sein Knoten geplatzt ist und es nächste Woche für ihn so weiter geht.“

Ujah: „Konzentriere mich nur auf Köln“

Auf die Frage, ob Anthony Ujah schon in Mainz angerufen habe, um zu fragen, ob er nicht vielleicht doch eine Freigabe für einen Wechsel nach der Saison zu Köln erhält, lachte der Nigerianer nur: „Ich konzentriere mich nur auf Köln und möchte dem Team helfen. Viele haben mich für verrückt erklärt, als ich sagte, dass ich dem FC helfen möchte, aufzusteigen, als ich hierher kam. Denn damals stand Köln ja noch unten in der Tabelle. Aber ich hatte einen gewissen Glauben in das Team. Und außerdem macht es einfach Spaß vor diesen Fans zu spielen.“

 

EURE MEINUNG: Müssen die Geißböcke alles daran setzen, Tony Ujah auch in der kommenden Saison im FC-Trikot zu halten?

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